Digitale Ergotherapie gegen Fatigue und Konzentrationsstörungen - DiEgO

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Wir haben auf der Plattform CIAS-EU eine als WebApp laufende und technisch funktionsfähige Intervention mit zwei Informationseinheiten, zehn ergotherapeutischen Einheiten inklusive Entspannungsverfahren und Bewegungsübungen sowie einem separaten Bewegungsbaustein für Menschen mit Fatigue und Konzentrationsstörungen aufgesetzt. Die digitale Intervention wurde partizipativ mit Betroffenen und Behandler:innen entwickelt sowie qualitativ durch Patient*innen mit Fatigue Syndrom evaluiert. Wir haben dazu wie geplant ein Entwicklungsteam mit mehreren Betroffenen, Ergotherapeutinnen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden sowie einen Evaluationsarm mit Patient:innen mit Fatigue aus einer Rheumapraxis rekrutiert. Bei der partizipativen Interventionsentwicklung haben wir zum einen gelernt, wie wichtig es für die Akzeptanz, Machbarkeit und Nützlichkeit einer Gesundheitsanwendung ist, die Perspektive von Betroffenen und Behandler:innen in möglichst allen Phasen des Planungs- und Entwicklungsprozesses zu berück-sichtigen. Andererseits haben wir aber auch die Erfahrung gemacht, wie aufwendig die Beteiligung der Zielgruppen während eines solchen Projektes ist, wie viele personelle, finanzielle und zeitliche Ressourcen dies bindet und dass die beteiligten akademisch Forschenden eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit besitzen müssen, um ein solches Projekt erfolgreich durch-zuführen. Zudem haben wir gelernt, dass Partizipation bei chronisch kranken Menschen in Abhängigkeit vom Schweregrad ihrer Beschwerden auch an Grenzen stoßen kann (Teilnahme an Treffen mit mehreren Teilnehmenden, Länge und Anzahl von Meetings, Anzahl und Komplexität von zu diskutierenden Themen und wissenschaftlichen Methoden, Bedienung und Nutzung technischer Tools, Durchführung von Datenerhebung und -auswertung, Mitarbeit an Publikationen etc.).

Wir haben insgesamt 15 Treffen (zwei Kennenlernrunden und 13 Forschungswerkstätten) mit den Mitgliedern des Entwicklungsteams durchgeführt. Zudem haben die Ergotherapeutinnen 11 Einzelsitzungen mit den Betroffenen abgehalten. Des Weiteren haben wir im Rahmen der Evaluation der App-Inhalte 19 Einzelinterviews mit Patient:innen aus der Rheumapraxis geführt. Alle 45 Zoom-Meetings wurden digital aufgezeichnet, transkribiert und zusammengefasst. Aufgrund des großes Umfangs der Daten war der zeitliche und personelle Bedarf für die Transkription und Datenauswertung größer als geplant und führte zu zeitlichen Verzögerungen. Daher finden Teile der inhaltsanalytischen Auswertung und die Anfertigung der Ergebnispublikationen (qualitative Evaluation und Prozessevaluation) nach dem Projektende statt. Zwei Publikationen (Beschreibung der App-Inhalte und Studienprotokoll) konnten während der Projektlaufzeit angefertigt und bei Fachjournals eingereicht werden. Darüber hinaus hatten wir insgesamt 5 Beiträge auf Fachkongressen (z.B. DEGAM-Kongress 2025 in Hannover).

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