sensFORclim - Klimasensitivität von Forstgenressourcen in Deutschland Hauptbaumarten des (herzynischen) Bergmischwaldes

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Mit ihren langen Produktionszeiträumen und einer starken Abhängigkeit von den am Standort herrschenden Umweltbedingungen ist die Forstwirtschaft in besonderem Maße vom Klimawandel betroffen. Der Zunahme von Trockenperioden wird hierbei der Haupteinfluss zugerechnet (HLÁSNY et al. 2014, MORAVEC et al. 2021). Die Forstpraxis muss dem unvermeidlichen Wandel mit entsprechenden Anpassungsmaßnahmen begegnen. In erster Linie wird hierbei die Wahl von Baumarten angesehen, die an zukünftige Bedingungen besser angepasst sind (KÖLLING et al. 2010; AITKEN UND BEMMELS 2016, KÖLLING & METTE 2022). Bis heute sind in den meisten Bundesländern die Standortseigenschaften der Erntebestände unter anderem auch in Hinsicht auf klimarelevante bodenphysikalische Parameter unbekannt. Die Reaktion von Erntebeständen auf bisherige Klimaextreme ist bisher nicht oder nur in Ausnahmefällen untersucht worden. Wie öffentliche Diskussionen und Anfragen am AWG zeigen, werden in der Forstpraxis zwar häufig besondere tolerante Herkünfte wie beispielsweise eine „Fränkische Trockentanne“ diskutiert und nachgefragt. Ob es diese heimische, besonders klimatoleranten Lokalanpassungen tatsächlich gibt, kann bis heute nicht beurteilt werden. Für die Waldbaupraxis stehen damit keine solchen Pflanzen zur Verfügung. Aktuell geforderte Alternativmaßnahmen, wie „assisted gene flow“ oder assisted migration“, könnten große Risiken bergen. Dies kann in Folge die künftige Dynamik genetischer Prozesse nicht im gewünschten Sinne beeinflussen. Die Erfahrungen der forstlichen Praxis mit dem großräumigen Transfer sind vielfältiger Natur und nicht immer von Erfolg gekrönt. Daher ist es unverzichtbar zunächst zu prüfen, inwieweit lokale, in Deutschland und den einzelnen Bundesländern vorhandene Forstgenressourcen eine besondere Klimatoleranz aufweisen. Ziel des Projekts war es daher, nach klimatolerantem, heimischen Vermehrungsgut der Baumarten Fichte, Buche und Tanne zu forschen und für die Praxis verfügbar zu machen. Hierzu werden Saatguterntebestände in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg durch eine Kombination von ökologischen Nischenmodellen mit Methoden der Resilienzforschung sowie der ökologischen Genetik untersucht, um besonders klimaangepasste Herkünfte zu identifizieren.

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