DZL Klinische Studie: Assoziation zwischen der Expression von BMPR2 und dem Eisenstoffwechsel bei Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie (Pilotstudie)
Schlussbericht Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)
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Abstract
Ziel der Pilotstudie: Prüfung der Machbarkeit sowie die Generierung von ersten Daten zur Rolle des Eisenstoffwechsels bei pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH), um damit zu einer besseren Therapie des Eisenmangels bei PAH beizutragen. Methoden: Es wurden 109 Probanden in die Studie eingeschlossen, aufgeteilt in 21 HPAH-Patienten mit BMPR2-Mutation, 58 IPAH-Patienten ohne BMPR2-Mutation und 30 gesunde Kontrollen. Von den Patienten wurden klinische Routine-Parameter erfasst zu Lungenfunktion, Echokardiographie, 6-Minuten-Gehtest sowie Routine Labor- und Eisenparameter. Letztere wurden um Enzyme Linked Immunosorbent Assays (ELISA) für BMPR2, BMP2, BMP6 und Hepcidin ergänzt. Zudem wurde die messenger RNA (mRNA)-Expression von BMPR2 mittels quantitativer Polymerasekettenreaktion gemessen. Ergebnisse wurden zwischen den drei Gruppen verglichen und die vier zusätzlich gemessenen Parameter mit klinischen Werten korreliert. Ergebnisse: In dem Patientenkollektiv wiesen 80 % einen vorangehenden Eisenmangel auf. Bei dem Vergleich der Expressionen von Hepcidin, BMPR2, BMP2 und BMP6 zwischen den drei Gruppen zeigte allein die BMPR2 mRNA einen signifikanten Unterschied. Eine niedrige BMPR2-mRNA Expression korrelierte signifikant mit einer schlechteren Leistung des rechten Herzens. Die Hepcidin-Proteinlevel korrelierten zudem signifikant mit den Eisenparametern. Konklusion: Mutationen im BMPR2-Gen führten zu einer reduzierten BMPR2-Expression zeigten jedoch keine Assoziation mit Hepcidin-Werten. Eisenparameter könnten daher weniger direkt durch den BMPR2-Singalweg beeinflusst zu sein als bisher gedacht. Eine größere Studie müsste klären, wie die Regulation des Hepcidin bei BMPR2-Mutationsträgern und PAH-Patienten erfolgt und weshalb es bei PAH-Patienten so häufig zu einem Eisenmangel kommt.
