TEXNOT- Entwicklung eines textilen Notfallsystems als Schutzmaßnahme von Kulturgütern im Katastrophenfall; TP 1: Entwicklung einer Fertigungstechnologie zur Herstellung eines textilbasierten Brandschutzsystems

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Das Gesamtziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Prototyps für ein textiles Notfallsystem, welches unwiederbringliche Kulturgüter in öffentlichen Einrichtungen vor Feuer, Wasser und Rauch schützt. Gegenwärtig wird im Katastrophenfall von einer Evakuierung bzw. Bergung des Kulturgutes ausgegangen. Dies ist jedoch hinsichtlich von Laufwegen, Raumkapazitäten und geeignetem Personal nur bedingt zielführend. Vor dem Hintergrund von knappen Zeitabläufen im Katastrophenfall sind in den wenigsten Museen Vorrichtungen zur konkreten Kulturgutsicherung vorhanden. Das zu entwickelnde textile Notfallsystem kommt zum Zeitpunkt der Katastrophe unmittelbar und sofort zum Einsatz. Ein derartiges Komplettsystem ist momentan auf dem Markt nicht verfügbar und birgt ein großes Potential für zukünftige Einsatzgebiete bei der Kulturgutrettung. Mit der Auseinandersetzung der Thematik Kulturgutschutz und den erreichten Projektergebnissen ist den Projektpartnern die hohe Priorität und Individualität der zu schützenden Kulturgüter und deren spezifische Anpassung der Schutzmaßnahmen bescheinigt worden. Folgende Projektziele für das Teilvorhaben "Entwicklung einer Fertigungstechnologie zur Herstellung eines textilbasierten Brandschutzsystems" werden erreicht:

  1. Sommerpalais Greiz - Brandschutzregal Die Errichtung des Brandschutzregals im Sommerpalais Greiz wurde von der Stöbich GmbH geplant, konstruiert und final durchgeführt und vom TITV Greiz begleitet.
  • Speziell entwickeltes und auf die baulichen Gegebenheiten angepasstes Brandschutzregal mit einer reversiblen Öffnung, über die sich im Brandfall automatisch ein Brandschutzgewebe schließt. Mittels eines Gurtsystems lässt sich das Gewebe wieder aufwickeln.
  • Die Regalböden sind so konstruiert, dass die vom TITV Greiz entwickelte Evakuierungsbox dort gelagert werden kann.
  1. Burg Mylau - Tierpräparat Kompromiss zwischen optimalem Brandschutz und Statik Eine Brandschutzlösung für das Wisent-Tierpräparat an der Burg Mylau hat sich während der Projektentwicklung auf Grund der baulichen Voraussetzungen als sehr herausfordernd erwiesen. Die Projektpartner haben sich entschieden, einen möglichen, jedoch zeitlich und finanziell nicht zu realisierenden Lösungsansatz in einem Modell im Maßstab 1:5 darzustellen, welches die Funktionsweise anschaulich darstellt:
  • Feuerschutzvorhang aus aluminiumbeschichtetem Glasfasergewebe, bei intakter Stromversorgung von einem Magneten an der Decke gehalten
  • Im Brandfall oder bei Stromausfall schließt dieser durch Schwerkraft automatisch.
  • Das System ist für eine praxistaugliche Integration in die Ausstellung mit einem Beleuchtungssystem ausgestattet
  1. TITV Greiz - Evakuierungsbox Evakuierungsbox für Einrichtungen, die aus unterschiedlichen Gründen (weder über entsprechende bauliche Voraussetzungen und/oder die notwendigen finanziellen Mittel) nicht die Möglichkeit haben, ein Komplettsystem in Form eines Brandschutzregals zu installieren System, welches als Schutz des Kulturgutes nicht nur im Brandfall, sondern auch bei Ereignissen wie z. B. Klima- oder Sturmschäden dient und auch für Archive und weitere Aufbewahrungsorte mit schützenswerten Beständen und Sammlungen fungiert. Durchführung von Beanspruchungstests mit dem Ergebnis, dass die Evakuierungsbox als Schutz geeignet ist.
  • Beregnungstest (z. B. bei Eindringen von Löschwasser)
  • Brandversuch nach DIN EN 1363-2:1999-10 (Schwelbrandkurve)
  •  22 min, 387 °C, Bücher angekohlt aber nicht vollständig verbrannt
    

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