BambusFAB - Fertigungsanlage für die automatisierte Bambusrohrverarbeitung

Abstract

Ziel des Vorhabens ist es, Bambusrohr als nachwachsenden Leichtbauwerkstoff industriell nutzbar zu machen. Statt wie bisher in aufwendigen, manuellen Verfahren wird Bambusrohr im Projekt in einer modularen Prozesskette erstmals automatisiert verarbeitet. Durch den branchenübergreifenden Einsatz von Bambusrohrstrukturen werden im Vergleich zu Metall- und Kunststoffstrukturen hohe Treibhausgasemissionen eingespart. Dazu wird ein koppelbares modulares Automatisierungskonzept umgesetzt, das auf drei Fertigungszellen zum Prüfen, Verarbeiten und Verbinden der Bambusrohre basiert. Das Konzept ermöglicht eine teilautomatisierte bis hin zu einer vollautomatisierten Prozesskette. Ein umfangreiches Prüfsystem erfasst die Außenkontur sowie die Biegesteifigkeit der Bambusrohre. Eine neuartige Fügemethode ermöglicht das einfache, schnelle Verbinden der Bambusrohre. Mithilfe unterschiedlicher additiver Fertigungstechnologien können individuelle, an die spezifische Außenkontur der Bambusrohre angepasste Verbinder hergestellt werden. Als Use Case wird erstmals ein Kinderwagen entwickelt und hergestellt, der auf einem automatisiert gefertigten Gestell aus Bambusrohr basiert. Mit diesen Innovationen lassen sich zukünftig hochbeanspruchte Konsumgüter aus Bambusrohr mit stark verringerter CO2-Bilanz wettbewerbsfähig herstellen. Die Fertigungsanlage wurde erfolgreich im Rahmen einer Abschlussdemonstration am Anwendungsbeispiel Bambuskinderwagen evaluiert. Zukünftig soll der Fertigungsprozess für die industrielle Herstellung von Bambushalbzeugen verwendet werden, die für die Herstellung vieler Produkte verwendet werden können, beispielsweise Kinderwagen, Fahrräder, Rollatoren, Lastenräder oder auch Möbel, Baugerüste und Kleinbauten.

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