KI-Part: Künstliche Intelligenz in 3D Partizipationsumgebung; Teilvorhaben aus dem Vorhaben "XR-Part: XR-Partizipationsräume zur erweiterten sozialen Teilhabe in urbanen Transformationsprozessen"
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Das Forschungsprojekt XR-Part verfolgte das Ziel, zur verbesserten Teilhabe insb. schwer erreichbarer Zielgruppen Partizipationsräume in Extended Reality (XR) zu entwickeln und in realen kommunalen Beteiligungsverfahren zu erproben. Neben einer mobilen AR-Anwendung wurde eine virtuelle Partizipationsumgebung umgesetzt, die es Teilnehmenden ermöglichte, eine detaillierte dreidimensionale Repräsentation des Beteiligungsgegenstandes ortsunabhängig gemeinsam mit anderen Teilnehmenden sowie Vertreter:innen der Kommune zu betrachten und Beteiligungsfragen in bzw. mit diesem konkreten Bezugsrahmen zu diskutieren. Die virtuelle Umgebung wurde von der TriCAT GmbH entwickelt und im Rahmen von XR-Part in zwei kommunalen Beteiligungsverfahren in insgesamt vier Erprobungen eingesetzt. Die Erprobungen zeigten, dass XR-basierte Formate insbesondere durch ihre räumliche Anschaulichkeit sowie die Möglichkeit ortsunabhängiger Teilnahme Potenziale gegenüber rein analogen Beteiligungsformaten bieten. Vor diesem Hintergrund setzte das Aufstockungsprojekt KI-Part an, welches inhaltlich und zeitlich an XR-Part anknüpfte. Ziel war es, die im Vorgängerprojekt entwickelte virtuelle XR-Partizipationsumgebung um KI-gestützte Assistenzsysteme zu erweitern. Ausgangspunkt hierfür waren insbesondere zwei im Projektkontext identifizierte, zentrale Herausforderungen zur Verbesserung der Teilhabe: Zum einen wurde deutlich, dass digitale XR-Formate in der Regel weiterhin eine zeitlich gebundene Betreuung und Moderation durch die Kommune bzw. ein beauftragtes Beteiligungsbüro erfordern. Aus kommunaler Perspektive ist es nicht realistisch, virtuelle Beteiligungsräume dauerhaft mit menschlichen Ansprechpersonen zu besetzen. Zum anderen erschweren lange Laufzeiten kommunaler Verfahren, in denen oft auch über Monate nichts passiert, die zentrale Erfassung, Strukturierung und Durchsuchbarkeit projektbezogener Informationen (u. a. auch vor dem Hintergrund von Personalwechseln). Im Rahmen von KI-Part wurde untersucht, inwiefern humanoide KI-Agent:innen dazu beitragen können, Bürger:innen niedrigschwellige und zeitunabhängige Zugänge zu Information, Orientierung und Beteiligung in digitalen, immersiven Beteiligungsverfahren zu eröffnen. Beabsichtigt wird dabei ausdrücklich nicht, moderierte Veranstaltungsformate zu ersetzen, sondern bestehende Formate sinnvoll zu ergänzen und sowohl im Interesse der Beteiligten als auch der durchführenden Stelle einen zusätzlichen Mehrwert zu schaffen.
