Digitalisierung im Wertschöpfungsnetzwerk Weinbau: "Von der Pflanzung bis zur Traubenanlieferung (DigiVine)"; Teilprojekt 3

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Ziel des Projekts war es, durch die Kombination von Forschung und Entwicklung, Beratung und praktischer Anwendung die Digitalisierung in der Traubenproduktion zu fördern. DigiVine vernetzt hier in den Schwerpunktbereichen Schnittstellen, Ertrag und Pflanzenschutz umfangreiche, heterogene Datenquellen aus dem Weinberg, sowie administrative Rahmenbedingungen. Algorithmen erschlossen die großen Datenfülle aus schlag- und teilschlagspezifischen Informationen zur Bestandsführung und mechanisierten, qualitätsorientierten Produktion und gab teilweise konkrete Handlungsempfehlungen. Dabei brachten 10 Anwendungsfälle neue Lösungsansätze hervor. Digitale Lösungen wie Schlagkarteien, GPS-Traktoren und automatisierte Pflanzenschutzsysteme sind im Weinbau noch wenig verbreitet und erfordern Anpassungen. Wagner revolutionierte den Weinbau vor 13 Jahren mit satellitengesteuerten Pflanzmaschinen, die heute mobilfunkbasiert noch präziser arbeiten und EU-Vorgaben besser einhalten lassen. Eine Übertragung der Pflanzpositionen auf Geräte wie Laubschneider oder Vollernter ist derzeit nicht möglich, soll aber im Projekt DigiVine über Schnittstellen realisiert werden. Im Pflanzenschutz steigt die Automatisierung, bisher v. a. bei Feldspritzen mit GPS-Teilbreitenschaltung und digitalen Applikationskarten. Ein Anwendungsmanager digitalisiert Planung und Dokumentation, im Obst- und Weinbau werden Raumsprühgeräte jedoch meist manuell bedient. Schutzmaßnahmen wie automatische Innenreinigung und Close-Transfer-Systeme sind verfügbar, Geodaten zur Einhaltung von Abständen fehlen. Ernteentscheidungen basieren meist auf Mostgewicht und visueller Prüfung. Stichproben sind fehleranfällig und zerstörungsfreie Sensoren fehlen. Kostengünstige Spektroskopie-Module im Vollernter könnten Zucker- und Säuregehalte früh und zuverlässig messen, Qualität sichern und Abläufe optimieren. Der Ertrag wird meist über Traubenanzahl und -gewicht geschätzt, oft visuell oder durch Hochrechnungen. Digitale Methoden, etwa die Online-Erfassung im Vollernter, ermöglichen präzisere Prognosen und effizientere Planung, besonders für große Kellereien.

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