TransHyDE-Projekt Systemanalyse - Verbundvorhaben TransHyDE_FP1: Systemanalyse zu Transportlösungen für grünen Wasserstoff; Teilvorhaben DVGW-EBI: Analyse von PtX-Bereitstellungsoptionen und Gasinfrastrukturbedarf für den Transport von grünem Wasserstoff, EE-Methan und CO2
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Das Vorhaben wurde im Rahmen der Wasserstoff-Leitprojekte des Bundes gefördert und ist Teil des Leitprojekts TransHyDE. Ziel war die wissenschaftliche Unterstützung des Hochlaufs einer Wasserstoffwirtschaft durch die Entwicklung belastbarer Grundlagen für die Planung, Bewertung und Integration zukünftiger Energieinfrastrukturen. Der Beitrag des DVGW-EBI fokussierte die Analyse und Bewertung zukünftiger Gasinfrastrukturen im Transformationsprozess hin zu einem klimaneutralen Energiesystem. Auf dieser Basis wurden Transportbedarfe, Netzbelastungen und potenzielle Engpässe zukünftiger Wasserstoff- und Methantransportnetze erstmals systematisch und detailliert quantifiziert. Ergänzend wurden techno-ökonomische Analysen von Wasserstoffimportoptionen durchgeführt sowie die Klimawirkung von Wasserstoffemissionen entlang der Transportinfrastruktur systematisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen einerseits strukturelle Herausforderungen beim Ausbau des europäischen Wasserstofftransportnetzes in den Jahren 2040 und 2050 und andererseits eine insgesamt hohe Robustheit des verbleibenden Methantransportnetzes in der Transformationsphase. Das Projekt leistet damit einen direkten Beitrag zur wissenschaftlichen Fundierung von Infrastrukturentscheidungen im Kontext des Wasserstoffhochlaufs. Die Ergebnisse unterstützen insbesondere die Planung und Ausgestaltung zukünftiger Wasserstofftransportnetze, die Bewertung von Importstrategien sowie die Integration bestehender Gasinfrastrukturen in ein klimaneutrales Energiesystem. Darüber hinaus ermöglichen die entwickelten Modellierungsansätze eine physikalische Plausibilisierung und Validierung der Ergebnisse von Energiesystemmodellierungen, indem die infrastrukturelle Umsetzbarkeit der modellierten Transportbedarfe überprüft wird. Durch die enge Einbindung von Industrie und Netzbetreibern sowie die Orientierung der Modellierung an realen Infrastrukturprojekten wurde die praktische Anwendbarkeit der Ergebnisse sichergestellt.
