Entwicklung eines bedarfsgerechten Vertiportnetzwerks am Beispiel Nordrhein-Westfalens - VertiNet
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Das Projekt VertiNet wurde von Januar bis Dezember 2023 im Rahmen des 2. mFund-Förderaufrufs in der Förderlinie 1 "kleiner Forschungsprojekte/Vorstudien/Machbarkeitsstudien sowie Mikroprojekte" gefördert und vom Verkehrswissenschaftlichen Institut der RWTH Aachen bearbeitet. Im Rahmen des Projekts wurde eine Methodik zur Bedarfsanalyse für die Infrastruktur von Flugtaxidiensten (Vertiports) entwickelt und diese in der Beispielregion Nordrhein-Westfalen (NRW) angewendet. Die Bereitstellung einer bedarfsgerechten Landeinfrastruktur stellt derzeit eine große Herausforderung für die Einführung von Flugtaxidiensten dar. Durch den in Deutschland geltenden Flugplatzzwang ist das Starten und Landen aktuell nur auf genehmigten Landeplätzen möglich. Es besteht keine einheitliche Open Data Basis inkl. relevanter Merkmale und Georeferenzierung zu allen Landeplätzen. Für den potenziellen Bedarf nach den Infrastrukturen gibt es verschiedene Einflussfaktoren. Eine darauf basierende Methodik zur Bedarfsermittlung von Vertiports sowie eine strategische Ausweisung von potenziellen Standorten fehlt bislang. Im Projekt wird zunächst eine Datenbank für Infrastrukturen der Verkehrsträger Schiene, Straße und Luft in NRW erstellt. Die Datenbank enthält georeferenzierte Daten zu den Verkehrsträgern und bildet das Verkehrsnetz in NRW ab. Für die Landeplätze enthält sie alle für Flugtaxidienste relevanten Informationen. Die Daten aus der Datenbank fließen in die Bedarfsanalyse ein. Die Analyse wird auf soziodemografischen, wirtschaftlichen und verkehrlichen Daten aufgebaut. Zusätzlich werden ländliche Räume, die nicht ausreichend an Zentrale Orte angebunden sind, berücksichtigt. Anschließend fließen die Informationen aus der Infrastrukturdatenbank durch die Berücksichtigung der bestehenden Infrastruktur bei der Ausweisung neuer Vertiports in die Bedarfsanalyse ein. Dabei zeigt sich in Experteninterviews, dass bestehende Landeplätze nicht pauschal als Standort für den Vertiportbetrieb genutzt werden können. Stattdessen ist im Falle der Nutzungsabsicht eine Einzelfallbetrachtung in Hinblick auf kapazitative sowie genehmigungsrechtliche Fragestellungen notwendig. Die bestehende Bodeninfrastruktur wird der geplanten Vertiportinfrastruktur gegenübergestellt und geprüft, in welchen Gebieten bereits eine überdurchschnittliche Abdeckung vorliegt. In diesen Bereichen wird die Anzahl der empfohlenen Vertiports nach unten korrigiert. Abschließend wird die Übertragbarkeit der Methode auf nationaler Ebene gezeigt und Handlungsempfehlungen für den Aufbau einer Vertiport-Landschaft erstellt.
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