Über den Einfluss von Flüssigkeiten auf die mechanische Oberflächenvergrößerung von Glas
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Abstract
Es wird versucht, die Rolle der Flüssigkeit gegenüber den bei der mechanischen Oberflächenvergrößerung mitwirkenden anderen physikalischen Größen abzugrenzen. Theoretische Erwägungen und experimentelle Untersuchungen an anderen Werkstoffen lassen einen um so größeren Einfluss der Flüssigkeit erwarten, je stärker die freie Grenzflächenenergie durch Adsorption herabgesetzt wird. Schleifmessungen mit Karborund zeigen jedoch, dass Glas auffallend indifferent gegen Flüssigkeitseinflüsse ist. Weitere Abriebmessungen mit anderen Schleifmitteln lassen erkennen, dass die Flüssigkeit nicht nur die Bearbeitungshärte des Schleifkörpers, sondern ebenso die des Schleifkorns beeinflusst, und dass das besondere Verhalten von Glas sich aus einer gleichsinnigen Veränderung der Härten erklären lässt. Messungen des Sedimentvolumens von Glaspulver bestätigen, dass die Veränderung der Grenzflächenenergie durch Adsorption bei Glas nicht parallel geht mit einer Veränderung des Abriebs. Auf die Kühlwirkung der Flüssigkeit wird hingewiesen, jedoch sind nähere Angaben darüber ohne Kenntnis der Wärmeübergangszahl zwischen Flüssigkeiten und Glas nicht möglich. Ergänzende Messungen der Bohrleistung bei verschiedenen Flüssigkeiten zeigen, wie bei einem andersartigen Vorgang der Oberflächenvergrößerung die verschiedenen behandelten Einflüsse andersartig zusammenwirken können.