Dys-Phappgy - versorgungswissenschaftliche und medizinpädagogische App-Entwicklung und partizipative Forschungsbegleitung

Sachbericht zum Verwendungsnachweis gemäß Nr. 4.1 NABF (Stand 11-2019)

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Projekt Dys-Phappgy verfolgte das Ziel, eine digitale Anwendung für eine digital flankierte Dysphagietherapie (Schlucktherapie) im Rahmen der logopädischen Versorgung partizipativ zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Im Fokus standen dabei die Bedarfe und Anforderungen Betroffener einer neurogenen Schluckstörung, ihrer An- und Zugehörigen sowie von Therapeut:innen hinsichtlich einer praxis- und lebensweltorientierten Therapieunterstützung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wandel- und Strukturprozesse, die eine personelle Adaption sowie ein individuelles Empowerment angesichts des enormen Fachkräftemangels einerseits und der Zunahme an chronischen und komplexeren Erkrankungen anderseits insbesondere in ländlichen Regionen erfordern, gewinnt diese Aufgabenstellung an Relevanz. Gleichsam ermöglicht der Zuwachs an digitalen Technologien, den Arbeits- und (Selbst-)Hilfekontext neu zu denken und ressourcenorientiert neue (evidenzbasierte) Potenziale in der Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schlucktherapie zu explorieren und zu implementieren. Somit können digitale Gesundheitsanwendungen angesichts primär durch strukturelle Herausforderungen wie sektorenübergreifende Informationsbrüche, eingeschränkter Zugang zu apparativer Diagnostik, personelle und zeitliche Ressourcenengpässe sowie Defizite in der Versorgungskontinuität einen individuellen Mehrwert als ergänzende Instrumente zur Unterstützung von Informationsmanagement, Patient:innenedukation, Therapieadhärenz und interprofessioneller Zusammenarbeit darstellen. Dennoch sind diese im Bereich der Dysphagietherapie bislang nur begrenzt etabliert, zumal die jeweilige Akzeptanz und Nutzung wesentlich von einem geringen Implementierungsaufwand, klarem praktischem Nutzen und einer Einbettung in bestehende Arbeitsprozesse abhängen. Demzufolge sollten digitale Dysphagieanwendungen partizipativ entwickelt und konsequent an den Anforderungen des therapeutischen Alltags ausgerichtet werden, weshalb deren co-kreative und partizipative Entwicklung und Evaluation entsprechend des Design-Based-Research-Ansatzes gemeinsam mit den drei oben genannten Anspruchsgruppen (Betroffene, An- und Zugehörige, Therapeut:innen) im Fokus des Forschungsprojektes Dys-Phappgy stand.

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