OASIS - Einsatz eines neuartigen Beprobungssystems bei der Surveillance antimikrobieller Resistenzen in einem One-Health-Ansatz

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Im Rahmen von OASIS sollte die Eignung von Lot Quality Assurance Sampling (LQAS) zur Klassifizierung der Prävalenz antimikrobieller Resistenzen (AMR) in administrativen Einheiten („Lots“) auf der Basis kleiner Stichproben untersucht werden. Zur Validierung von LQAS wurden Sockentupferproben aus 1.404 Masthähnchenbeständen in Deutschland untersucht. Aus jeder Probe wurde ein E. coli-Isolat mittels Mikrodilution auf seine Empfindlichkeit gegenüber 14 Antibiotika untersucht. Die AMR-Prävalenzen der regionalen und tierärztlichen Lots unterschieden sich zum Teil signifikant voneinander. Diese Unterschiede waren noch deutlicher, wenn das Probenmaterial auf antibiotikahaltigen Selektivmedien kultiviert wurde. Neunzehn Datensätze wurden dem Verbundpartner für LQAS-Simulationen zur Verfügung gestellt. Mit sehr unterschiedlichen Prävalenzniveaus ermöglichen sie die Identifizierung möglicher Anwendungsbereiche. Verschiedene „LQAS-Definitionen“ (Schwellenwerte, Stichprobengröße, Alpha- und Beta-Fehler) werden derzeit auf Sensitivität und Spezifität untersucht. Für eine einheitliche Anwendung der Methode wird ein vielversprechender Ansatz evaluiert, der mehrere LQAS-Definitionen parallel für einen definierten Stichprobenumfang verwendet. Beim Screening auf Resistenzdeterminanten wurden Gene für Extended-Spektrum- und AmpC-#-Laktamasen sowie mobile Colistin-Resistenzgene identifiziert. Die Genomanalyse von über 1.050 Isolaten wird Rückschlüsse auf die AMR-Situation bei kommensalen und aviären pathogenen E. coli erlauben. Die nachgewiesenen regionalen Unterschiede in der Resistenzprävalenz unterstreichen die Notwendigkeit einer regionalen AMR-Surveillance. Mit LQAS könnte ein solches Screening ressourcenschonend ermöglicht werden. Eine entsprechende Ausweitung des derzeit in Deutschland durchgeführten Resistenzmonitorings käme der Tiergesundheit, der landwirtschaftlichen Produktion und dem Schutz des Menschen vor antibiotikaresistenten Bakterien zugute.

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