Fortschritte bei der Abgasreinigung von Glasschmelzöfen
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Es werden die in den letzten 13 Jahren bei der Abgasreinigung von Glasschmelzöfen erzielten Fortschritte beschrieben. Begonnen wurde in der Glasindustrie mit der Abgasentstaubung von Anlagen mit hoher Staubemission und mit einem hohen Anteil an toxischen Komponenten wie z. B. Glasfaser- und Bleiglaswannen. Dabei kamen Elektro- und Gewebefilter zum Einsatz. Über die bisher vorliegenden Erfahrungen wird berichtet. Mit der Abgasentstaubung der diskontinuierlich betriebenen Hafenöfen wurde 1983 begonnen. Die früher befürchteten Schwierigkeiten auf Grund von Taupunktunterschreitungen infolge des diskontinuierlichen Betriebs erwiesen sich als beherrschbar. Im Jahr 1984 wurde durch den Bau und den Betrieb von großen Pilotanlagen damit begonnen, das Problem der Entstaubung schwerölbeheizter Kalk-Natronglasschmelzwannen in Angriff zu nehmen. Hierzu mußten zur Konditionierung der Abgase bzw. zum Schutz der eingesetzten Elektrofilter Sorptionsstufen unterschiedlicher Ausführung vorgeschaltet werden. Das Problem der Entstaubung dieser Anlagen kann inzwischen als gelöst betrachtet werden, jedoch ergibt sich in bezug auf die Wirksamkeit der Sorptionsstufen hinsichtlich HF, HCl, SO3 und SO2 und in bezug auf die Wiederverwendung der Filterstäube eine Fülle neuer Fragestellungen. Diese werden abschließend zusammen mit dem Problem der NOx-Emission von Glasschmelzöfen behandelt.