WAAGE - Zukünftige Rolle von Wasserstoff als Energieträger in Gebäudeenergiesystemen unter Berücksichtigung von Transformationspfaden für Gas-Verteilnetze
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Abstract
In der aktuellen Diskussion bestanden weitgehende Unsicherheiten und konträre Aussagen ob und falls ja wo und in welchem Umfang Wasserstoff im Rahmen der Energiewende zur Energieversorgung von Gebäuden eingesetzt werden sollte. Im Projekt WAAGE sollte ein detailliertes Bottom-Up-Gebäudesimulationsmodell auf Basis eines Typgebäudeansatzes zur Modellierung von Transformationsprozessen im deutschen Gebäudebestand eingesetzt und weiterentwickelt werden sollte. Mit Hilfe des Modells war eine Struktur- und Betriebsoptimierung von Gebäudeenergiesystemen möglich, unter der Berücksichtigung unterschiedlicher Sanierungsmaßnahmen und -tiefen. Ein zentraler Einflussfaktor auf die Ergebnisse derartiger Analysen ergab sich aus dem Verhältnis von Strom- zu Gaspreisen für den Endkunden.
Die folgenden inhaltlichen Ergebnisse wurden erzielt:
- Ergebnisse Wohngebäudebestand Deutschland: Gebäudebestand sehr heterogen, regionale Diversität, regionale Strategien aber zentrale, unitäre Prozesse nötig für mehr Vereinheitlichung.
- Ergebnisse Einschätzung Wasserstoff im Gebäudesektor: Aus Gebäudesicht ist die Wasserstoffheizung rein kostentechnisch konkurrenzfähig zur Biomasseheizung aufgrund des geringeren Platzbedarfs und den voraussichtlich geringeren Anschaffungskosten. Im Vergleich zur Wärmepumpe, Fernwärme und größtenteils auch zur Stromdirektheizung ist die Wasserstoffheizung allerdings unattraktiv.
Zudem wurden die folgenden methodischen Ergebnisse erzielt:
- Validierte Gebäudedatenbank zur öffentlichen Nutzung und erweiterbar für andere Länder
- Ein geclusterter, validierter Typgebäudebestand zu Simulations- oder anderen Analysezwecken
- Ein validiertes und belastbares Gebäudesimulationsmodell zur Berechnung von dynamischen Gebäudelastprofilen und KPIs
- Ein Framework zur Erstellung und Bewertung von Sensitivitätsanalysen und großflächigen Szenarien
