Über den Einbau von chemisch gelöstem Stickstoff in oxydischen Glasschmelzen
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Abstract
Es wird über IR-Messungen an stickstoffhaltigen Silicat-, Borat- und Borsäuregläsern berichtet. Eine schmale Valenzschwingungsbande, die je nach Zusammensetzung der Versuchsgläser im Bereich zwischen 2,93 μm und 3,0 μm auftritt, wird als NH-Valenzschwingungsbande identifiziert. In Verbindung mit den gewählten systematischen Versuchsbedingungen erlauben die Ergebnisse der IR-Messungen Rückschlüsse auf verschiedene Möglichkeiten des Einbaues von chemisch gelöstem Stickstoff in den Versuchsgläsern. Es bestehen enge Zusammenhänge zwischen dem Wassergehalt des Systems Glas/Spülgas und der Konzentration bzw. der Form, in welcher der Stickstoff gebunden wird. Bei höheren Wassergehalten wird wenig Stickstoff, bevorzugt in Form von NH- bzw. NH2-Gruppen gelöst, während bei geringen Wassergehalten oder in wasserfreien Systemen größere Stickstoffmengen in Form gelöster Nitride aufgenommen werden. Umgekehrt wird durch die Einführung von Stickstoff die Konzentration an gelöstem Wasser in den Versuchsgläsern beträchtlich beeinflußt.