ERA-MIN2 - Verbundvorhaben: MiCCuR - Mikrobielle Konsortien für eine gesteigerte Kupfergewinnung, Teilvorhaben 2: Lipidomik & Proteomik
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Das Hauptziel von MiCCuR war die Effizienzsteigerung der Chalkopyrit-Biolaugung von Kupfer (Cu) mittels zweier Strategien, deren grundsätzliche Machbarkeit bereits im Labormaßstab nachgewiesen wurde. Diese sollten weiterverfolgt und auf größere Maßstäbe bis hin zur Demonstration auf einer Pilothalde übertragen werden. Strategie 1 zielt darauf ab, das Redoxpotenzial während der Chalkopyrit-Laugung durch schwache Fe-Oxidierer in einem für die Cu-Auflösung günstigen Bereich zu halten und starke Fe-Oxidierer gezielt aus dem mikrobiellen Konsortium auszuschließen. Strategie 2 nutzt die geringere Toleranz des starken Fe-Oxidierers Leptospirillum ferriphilum gegenüber Chlorid aus. Beide Ansätze wurden in größerem Labor-Maßstab getestet und zuletzt in Pilothalden angewandt. Die Experimente zur Chalkopyrit-Biolaugung wurden von Analysen der produzierten Lösungen und Rückstände ergänzt sowie mit modernsten Proteom-Methoden evaluiert. In diesem Teilprojekt wurde Proteomik entwickelt und angewandt für unterschiedliche Kultivierungsbedingungen und unterschiedliche Zusammensetzungen der Mikroorganismen. Dabei wurden folgende Fragestellungen untersucht: Interspezies-Kommunikation und Einfluss von Signalmolekülen auf Biofilmbildung und Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaften, physiologische Veränderung der Organismen und Konsortien durch Laugung unter Salzstress, Stoffwechselwege in den Konsortien und Laugungsleistung in Abhängigkeit von der Temperatur.
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