Die textilen Eigenschaften der Schlackenwolle und Gesteinsfasern
Date
Authors
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Link to publishers version
Abstract
Eingangs wird kurz über Schmelzperlen-Gehalt, Wärmeleitfähigkeit, Hitzebeständigkeit und etwaige gesundheitsgefährdende Wirkungen bei ihrer Verarbeitung referiert. Neben Asbest stellt die Schlackenwolle das absolut feinste Fasermaterial dar. Für textile Brauchbarkeit ist vor allem eine genügende „nutzbare Faserlänge" entscheidend. Beides fehlt der gewöhnlichen Schlackenwolle, während Gesteinsfasern den spinntechnischen Minimal-Erfordernissen entsprechen. Die spezifische Festigkeit beider Faserarten steigt mit Geringerwerden des Faserdurchmessers an. Die Festigkeit erreicht in den Spitzenwerten diejenige von normalfeinen Glasfasern, die nach dem Düsen-Blasverfahren hergestellt sind, hingegen bleibt die Bruchdehnung niedriger. Die Quersprödigkeit von Schlackenwolle und Gesteinsfasern ist noch etwas größer als bei Glasfäden; sie sind als extrem spröde anzusprechen. Das spezifische Gewicht schwankt zwischen 2,33 und 2,75 g/cm³. Die herstellungstechnischen Eigentümlichkeiten dieser erblasenen Fasern treten bei der mikroskopischen Untersuchung am deutlichsten hervor.