ReMin - Verbundvorhaben: GipsRec2.0 - Technische Vorbereitung der Verfügbarmachung von Gipsfaserplatten und Synthesegipsen zur Herstellung von RC-Gips

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Im Projekt GipsRec 2.0 wurden technische, wirtschaftliche und ökologi-sche Untersuchungen und Bewertungen der Potenzialerschließung von End-of-Life Gipsfaserplatten und von diversen Synthesegipsen, mit dem Ziel der Schließung von Stoffkreisläufen von Baupro-dukten auf Gipsbasis sowie die Sicherstellung der Rohstoffversorgung, durchgeführt. Die Resultate des Projektes zeigen, dass Gipsfaserplatten sich mechanisch aufbereiten lassen. Das Materialer-gebnis ist eine Gipsfraktion in einer für die Gipsindustrie verwertbaren Qualität. Die über 10-Jahre angesetzte Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigte, dass die entwickelte Recyclingtechnologie wirtschaft-lich eingesetzt werden kann, wenn sie mit einer Recyclinganlage für Gipskartonplatten kombiniert wird (zweite Aufbereitungslinie). Die Untersuchung der synthetischen Gipse zeigte, dass einige Ma-terialarten auf Grund ihrer Eigenschaften ohne weiteres einsetzbar sind und teilweise schon wieder-verwendet werden. Bei anderen Arten der Synthesegipse schränken die Eigenschaften die Verwer-tung ein. Die Grundlagenuntersuchungen für die Aufbereitung von Batteriesäure zeigten im Rahmen des Projektes das größte Potenzial für eine zukünftige Verwertung in der Gipsindustrie. Im Rahmen der Ökobilanzierung gemäß ISO 14040 und 14044 wurde festgestellt, dass das System Synthese-gips derzeit noch höhere Umweltlasten verursacht als die Vergleichssysteme. Auch für das System RC-Gips fiel die Bilanz zunächst schlechter aus als für die Vergleichssysteme. Grund dafür sind Transporte und die Art der Verwertung von Sekundärabfällen (insbesondere die energetische Ver-wertung der papier- und kunststoffreichen Fraktion). Werden nach der Substitutionsmethode Gut-schriften für die Koppelprodukte bei der Verwertung der Sekundärabfälle erteilt, stellt sich das Er-gebnis für das System RC-Gips in den meisten Wirkungskategorien besser dar als in den Vergleichs-systemen. Die Hauptempfehlung des Projektes GipsRec 2.0 ist daher, das Recycling von Gipsab-fällen voranzutreiben, da die Deponierung zu einem Ressourcenverlust führt und sich nicht mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft vereinbaren lässt.

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