H2POLITICS - Gerechte Gestaltung grüner H2-Partnerschaften mit dem Globalen Süden
Schlussbericht
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Abstract
Im Rahmen des Projekts H2POLITICS führt das Fraunhofer ISE ein Life Cycle Assessment (LCA) für die Produktion von Wasserstoff-basiertem Ammoniak in Namibia durch. Hierbei werden Produktions- und Distributionsprozesse von grünem Ammoniak entlang der Wertschöpfungskette von der Bereitstellung von Energie- und Wasserressourcen über den Anlagenbau bis hin zum Import nach Europa in den Analysen berücksichtigt. In den Betrachtungen sollen hierbei nicht nur gegenwärtige technische Parameter berücksichtigt werden, sondern auch zukünftig, erwartbare technologische Verbesserungen einfließen. Zusätzlich werden auch Produktgestehungskosten bestimmt. Die Ergebnisse des Life Cycle Assessments zeigen, dass Wasserstoff-basiertes Ammoniak die Treibhausgasemissionen und den fossilen Ressourcenbedarf im Vergleich zum fossil-basierten Ammoniak deutlich reduzieren kann (etwa 85% bzw. 90%). Sowohl für die Treibhausgasemissionen als auch für den fossilen Ressourcenbedarf ist die Strombereitstellung für etwa die Hälfte der Umweltwirkung verantwortlich. Im Gegensatz zu den Treibhausgasemissionen und dem fossilen Ressourcenbedarf erhöht sich der Materialbedarf für Wasserstoff-basiertes Ammoniak im Vergleich zu fossil-basiertem Ammoniak. Dies liegt insbesondere am Iridiumbedarf der PEM-Elektrolyse. Auch im Szenario 2030 ist der Materialbedarf für Wasserstoff-basiertes Ammoniak etwa 2-mal höher als für fossil-basiertes Ammoniak. Die Produktgestehungskosten für Wasserstoff-basiertes Ammoniak liegen im Jahr 2030 bei 1,08 € pro kg NH3 (208 € pro MWh NH3). Etwa 50% der Kosten werden durch die Strombereitstellung verursacht.
