"BETTER CARE - Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung unbegleiteter junger Flüchtlinge durch gestufte Behandlungsangebote"; Teilprojekt 5 (Deutsches Jugendinstitut): BETTER CARE - Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung unbegleiteter junger Flüchtlinge durch gestufte Behandlungsangebote – Institutionelles Umfeld
Schlussbericht des Verbundprojekts : Sachbericht zum Verwendungsnachweis
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Das Verbundprojekt BETTER CARE zielte darauf ab, die psychotherapeutische Versorgung unbegleiteter junger Geflüchteter (ujG) durch einen gestuften Versorgungsansatz zu evaluieren. Fokus des Teilprojekts des Deutschen Jugendinstituts war das institutionelle Umfeld stationärer Jugendhilfeeinrichtungen. In drei Arbeitspaketen wurden quantitative und qualitative Daten zur Versorgungssituation der ujG, zur Umsetzbarkeit des Versorgungsmodells in den Regelstrukturen sowie zur Entwicklung der psychischen Belastung der ujG, insbesondere unter Einbezug der Rolle von Postmigrationsstressoren erhoben. Die Ergebnisse der ersten Teilstudie zeigen, dass das Betreuungspersonal in den Jugendhilfeeinrichtungen über relevante Kompetenzen verfügt, jedoch strukturelle Barrieren wie mangelnde Kooperation mit dem Gesundheitssystem bestehen. Der gestufte Ansatz konnte in Teilen erfolgreich implementiert werden, stieß jedoch auf praxisbezogene Herausforderungen. Die Belastung der ujG blieb über zwei Jahre hinweg hoch, insbesondere beeinflusst durch soziale Stressoren im Aufnahmeland. Die Studie liefert praxisrelevante Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Versorgungssysteme für psychisch belastete junge Geflüchtete.
