Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung (MoSAiK) 2.0
Schlussbericht MoSAiK 2.0
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Abstract
Die von Bund und Ländern gemeinsam ins Leben gerufene Qualitätsoffensive Lehrerbildung hatte zum Ziel, die Qualität der Lehrkräftebildung zu verbessern und angehende Lehrkräfte bereits an den Hochschulen optimal auf ihren Beruf vorzubereiten. Das Projekt „MoSAiK 2.0“ wurde als Einzelvorhaben der Universität Koblenz-Landau als Folgeantrag zum Ausbau und zur nachhaltigen Verankerung der in der ersten Förderphase entwickelten und erprobten Produkte, Prozesse, Strategien und Strukturen in der Lehrkräftebildung an der Universität Koblenz-Landau konzipiert. Durch die während der Projektlaufzeit vollzogene Trennung der Universität Koblenz-Landau wurde MoSAiK 2.0 im letzten Projektjahr als Verbundprojekt der Universität Koblenz (uk) und der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU) zu Ende geführt. Mit dem MoSAiK-Projekt hat sich die antragstellende Universität Koblenz-Landau das Ziel gesetzt, basierend auf einer Stärken-Schwächen-Analyse eine Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung zu gewährleisten und die Entwicklung einer professionellen Lehrpersönlichkeit zu fördern. Durch die Erprobung neuer Wege von Theorie-Praxis-Verzahnung, bspw. durch den Einsatz von Videovignetten und die Gestaltung und Erprobung von Lehr-Lern-Szenarien in Lehr-Lern-Laboren, wurde der nach wie vor als Defizit der Lehrkräftebildung wahrgenommenen Praxisferne in der Phase des Studiums begegnet. Die Schaffung zusätzlicher Gelegenheiten zur Reflexion eigener unterrichtlicher Erfahrungen und der Rolle als Lehrkraft tragen frühzeitig zur Stärkung der eigenen professionelle Identität der künftigen Lehrkräfte bei. Der Fokus von MoSAiK auf Inklusion leistete einen Beitrag, die Absolvent*innen beider Standorte auf die durch Heterogenität und Inklusion steigenden Anforderungen des Lehrberufs vorzubereiten. Individuelle Profilierung der Studierenden durch Belegung eines der entwickelten Zertifikate ermöglichen persönliche Schwerpunktsetzungen für die spätere Arbeit als Lehrkraft in Themen, die nicht in entsprechender Tiefe im Standardcurriculum verankert sind (bspw. BNE, DaF/Z, bilingualer Sach-Fach-Unterricht/CLIL). In der Tradition der auf die Lehrkräftebildung und auf Unterricht bezogenen Forschung der Universität Koblenz-Landau gelang es MoSAiK, innovative Ansätze als Einheit von Forschung und Lehre in die Lehrkräftebildung zu integrieren und so unter Mitwirkung von Studierenden als künftigen Lehrkräften neue Entwicklungen sowohl für die Lehrkräftebildung als auch für die Schule mitzugestalten und anzustoßen. Insbesondere in dem in der zweiten Förderphase neu hinzugekommenen Zielbereich Digitalisierung konnten so forschungsbasiert praxisrelevante Lösungen entwickelt und bereitgestellt werden. So konnte eine sinnvolle Überführung von Lehr-Lern-Konzepten ins Digitale, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, entwickelt, überprüft und ausgebaut werden, gleichzeitig wurde der konstruktive Umgang mit Digitalisierung im Bildungssystem (sowohl in der Schule wie auch in der Universität) beforscht und durch die Entwicklung von Angeboten (wie bspw. passgenaue Selbstlernangebote) gestärkt. In zwei durchgeführten Tagungen (2022 in Landau und 2023 in Koblenz) wurde der Austausch bspw. mit anderen Universitäten, Lehrkräften, Vertreter*innen des Ministeriums und der Lehrkräftebildung in der zweiten und dritten Phase (z.B. aus den Studienseminaren oder den Fortbildungsinstituten) intensiviert und ein Diskurs über den weiteren Umgang mit den Erkenntnissen aus der Qualitätsoffensive Lehrerbildung angestoßen. So widmete sich die Tagung „Erfolgreiches weiterführen – erfolgreiches Weiterführen“ dezidiert Theorien und Konzepten zur Implementation von angestoßenen Entwicklungen im Kontext der Lehrkräftebildung und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Verstetigung der Projekterfolge an der neuen Universität Koblenz und der RPTU.
