Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit netzweiter integral vertakteter Fahrplankonzepte
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In dem Projekt Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit netzweiter integral vertakteter Fahrplankon-zepte wurde ein Vorgehen entwickelt, um technische, betriebliche und wirtschaftliche Zusammen-hänge in einem netzweiten integralen Taktfahrplangefüge zu untersuchen. Das Verfahren ist für un-terschiedliche Netzausdehnungen, Infrastrukturen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen an-wendbar. Die Einführung netzweiter integraler Taktfahrpläner (ITF) erfordert im Regelfall umfangrei-che Infrastrukturanpassungen. Im Rahmen dieses Projektes wurden diese für ein generisches Be-standsnetz mit Quell-Ziel-Relationen fahrplanbasiert hergeleitet und mittels analytischer Methoden zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit von Eisenbahninfrastrukturen überprüft. Einmal für ein ITF-Grundmodell spezifizierte Anforderungen wurden an die Erfordernisse verschiedener Szenarien (sog. ITF-Untermodellen) angepasst. Im Ergebnis wurden leistungsfähige und zugleich ITF-kon-forme Eisenbahninfrastrukturen konzipiert. Hieran anknüpfend wurde die Stabilität entwickelter Fahrplankonzepte durch Simulationen des Bahnbetriebs analysiert. Zur Auswertung des Simulati-onsoutputs wurden Verfahren entwickelt, die zug- und fahrgastbezogener Verspätungskenngrößen ermitteln. Zur wirtschaftlichen Bewertung der entwickelten ITF-Konzepte wurden Veränderungen der als be-sonders nachfragerelevant geltenden Angebotsparameter (insb. Fahr- bzw. Reisezeiten, Taktver-dichtungen und Ticketpreise / Kosten) untersucht. Daneben wurde die Nachfragerelevanz von Zug-verspätungen modelliert. Die Beurteilung gesamthafter Nachfrageveränderungen greift auf veröf-fentlichte Nachfragelastizitäten (insb. [1 bis 5]) zurück. Hieraus wurden drei mögliche Nachfrages-zenarien abgeleitet. Die Bewertung kostenspezifischer Nachfrageveränderungen erforderte eine Modellierung von Ticketpreissystemen. Zugleich wurde der Einfluss unterschiedlicher Preisbildungs-strategien auf die Generierung von Fahrgelderlösen aufgezeigt. Die Kostenkalkulation für Zugfahr-ten und -linien stützt sich auf kostengenerierende Faktoren des Fahrplanangebots (insb. Fahrzeug-eigenschaften; Fahr-, Halte- und Wendezeiten einschließlich Verspätungen; Geschwindigkeiten; zu-rückgelegte Distanzen), die mit Kostenkenngrößen verrechnet werden. Die Kostenkalkulation um-fasst Infrastruktur-, Fahrzeug- und Personalkosten sowie sonstige Kosten eines EVU. Zur Beurtei-lung von Auswirkungen unterschiedlicher Kostenentwicklungen auf Geschäftsergebnisse wurden drei Kostenpfade (konstante, steigende und sinkende Kosten) modelliert und den Ergebnissen der Nachfrage- und Erlösprognosen gegenübergestellt. Die Anwendbarkeit des Vorgehens wurde beispielhaft für ein generisches Eisenbahnteilnetz de-monstriert. Den erzielten Erkenntnissen wird auch im Fall realer ITF-Umsetzungen eine hohe Relevanz zugeschrieben.
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