Pflegeinnovationszentrum (PIZ); Teilvorhaben: Entwicklung und Verbreitung von IT-basierten Innovationen für die Pflege

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Die Pflegebranche steht vor erheblichen Herausforderungen durch die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen und die verkürzte Verweildauer in Krankenhäusern, was zu komplexeren Pflegefällen und einer erhöhten Belastung des Pflegepersonals führt. Trotz der erkannten Potenziale der Digitalisierung wird diese in der Pflegebranche noch nicht ausreichend genutzt. Viele Technologien, die zur Entlastung des Pflegepersonals und zur Unterstützung pflegebedürftiger Menschen entwickelt wurden, konnten sich nicht durchsetzen, da sie nicht den Anforderungen des Pflegealltags entsprechen. Zudem sind viele Systeme isoliert, was die Kommunikation im Pflegeprozess erschwert. Das Ziel des Pflegeinnovationszentrums (PIZ) war es, ein Innovationsumfeld zu schaffen, in dem neue Pflege-, Assistenz- und Kommunikationstechnologien entwickelt und erprobt werden. Dabei wurden zwei technologische Ansätze im Detail untersucht: robotische Systeme zur physischen Unterstützung des Pflegepersonals bei körperlich belastenden Aufgaben und Virtual sowie Augmented Reality zur Verbesserung der pflegerischen Ausbildung und der Informationsweiterleitung. Im Bereich der robotischen Unterstützung lag der Fokus auf bettnahen Tätigkeiten wie dem Anreichen von Gegenständen und der Unterstützung bei der Patientenlagerung. Es konnte gezeigt werden, dass robotische Assistenzsysteme die Pflegenden in diesen Bereichen entlasten können. Weitere Forschungen sind jedoch erforderlich, um die Unterstützung individuell an die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und Pflegenden anzupassen. Im Bereich der virtuellen Realität wurde ein Szenario entwickelt, um Pflegeschüler:innen mit den Stressfaktoren der Intensivpflege vertraut zu machen. Die Ergebnisse zeigten, dass der Einsatz von VR das Stressniveau messbar beeinflusste. Zudem wurden Anwendungen entwickelt, um die Informationsweitergabe zu verbessern, darunter ein mobiler Patientenmonitor und eine holographische Patientenakte für die häusliche Pflege. Diese Demonstratoren wurden in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern durchgeführt. Gleichzeitig wurden Reallabore eingerichtet, die als Plattformen für Forschung und Wissensvermittlung dienten. 2023 verzeichnete das PIZ einen Rekord von über 2.000 Besucher:innen in diesen Reallaboren, was das wachsende Interesse an der Digitalisierung in der Pflege verdeutlicht.

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