Globale wirtschaftliche Bewertung der CO2-Aufnahme und Zielkonflikte bei den globalen Nachhaltigkeitszielen (Test-ArtUp D)

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Die globale Erwärmung verstärkt die thermische Schichtung der Ozeane, wodurch die Zufuhr von nährstoffreichem Tiefenwasser in die lichtdurchflutete Oberflächenschicht verringert wird, was die Produktivität der Ozeane, insbesondere in niederen bis mittleren Breiten, reduziert. Künstlicher Auftrieb (AU), der forcierte Transport von nährstoffreichem Tiefenwasser in die Oberflächenschicht, könnte diesen Trend teilweise ausgleichen und damit ebenfalls relativ betrachtet, zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre entnehmen. Obwohl der Nutzen dieses Ansatzes für das marine Nahrungsnetz unbestritten ist, wurde sein Potenzial zur CO2-Bindung bisher als gering eingeschätzt. Jüngste Studien deuten jedoch darauf hin, dass das CO2-Aufnahme-Potenzial deutlich höher sein könnte. Test-ArtUp hat zum Ziel, den Einsatz von künstlichem Auftrieb zur atmosphärischen CO2-Entnahme (carbon dioxide removal, CDR) interdisziplinär zu untersuchen. Dabei sollen technische Umsetzbarkeit, Kapazität zur CO2-Aufnahme und Langzeitspeicherung, mögliche Umweltrisiken und ökologische Nebenwirkungen, wirtschaftlicher Nutzen und potenzielle Trade-offs sowie rechtliche Voraussetzungen und Governance-Anforderungen berücksichtigt werden. Dieses Projekt im Rahmen von Test-ArtUp (Globale wirtschaftliche Bewertung der CO2-Aufnahme und Zielkonflikte bei den Globalen Nachhaltigkeitszielen, Test-ArtUp D) trägt zur Bewertung von künstlichem Auftrieb (AU) bei. Der Nutzen von AU wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern im breiteren Kontext von Klimapolitik, regionalem Fischereimanagement und nachhaltiger Entwicklung analysiert. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von AU zu gewinnen. Dabei ist das Ziel, Einsichten bei folgenden 5 Forschungsfragen zu erzeugen; i) Verbesserung von integrierten Bewertungsmodell (integrated assessment models, IAMs) um die Rolle von AU in globalen Klimapolitken zu untersuchen; ii) Untersuchung wie AU dazu beitragen kann, die Nährstoffverfügbarkeit in marinen Ökosystemen zu verbessern, insbesondere in nährstoffarmen Regionen; iii) Identifikation optimaler Standorte für den Einsatz von AU, iv) Bewertung ökonomischen Werts von AU in naturkapitalbasierten und marktbasierten um den wirtschaftlichen Nutzen von AU zu quantifizieren, indem sowohl monetäre Marktwerte als auch nicht-monetäre Werte wie die Verbesserung der Ökosystemleistungen berücksichtigt werden und v) Untersuchung des Beitrags von AU zu den Globalen Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) mit besonderem Fokus auf SDG 14 (Leben unter Wasser). Die Ergebnisse des Projekts werden genutzt, um eine Marine Carbon Roadmap zu entwickeln, die mit den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (UN SDGs) im Einklang steht. Diese Roadmap wird Entscheidungsträgern auf globaler und regionaler Ebene konkrete Handlungsempfehlungen bieten, wie AU als innovative Maßnahme in die Strategien zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Förderung einer nachhaltigen Nutzung mariner Ressourcen integriert werden kann. Gleichzeitig sollen mögliche Risiken und Trade-offs adressiert werden, um eine verantwortungsvolle und effektive Implementierung zu gewährleisten.

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