Erhaltung von Biodiversität und Inwertsetzung von Ökosystemleistungen durch Rewilding - Vom Oderdelta lernen (REWILD_DE-2)
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Der Verlust der biologischen Vielfalt stellt weltweit eine der zentralen Herausforderungen für Umweltpolitik und Gesellschaft dar. Trotz zahlreicher Bemühungen ist die Bilanz klassischer Naturschutzansätze insbesondere in intensiv genutzten Kulturlandschaften bislang gemischt. Vor diesem Hintergrund ist "Rewilding" als innovatives und ergänzendes Konzept für die Wiederherstellung, den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität in den Blickpunkt der Naturschutzpraxis gerückt. Es basiert im Kern auf der Wiederherstellung selbstregulierender Ökosysteme und zielt auf das verstärkte Wiederzulassen natürlicher Prozesse. In europäischen Kulturlandschaften erfordert Rewilding jedoch eine enge Verzahnung ökologischer Zielsetzungen mit den Nutzungsansprüchen und Entwicklungsinteressen der Menschen vor Ort.
Das Verbundprojekt REWILD_DE-2 knüpfte an diesen wissenschaftlichen und praktischen Diskussionsstand an. Ziel war es, das Rewilding-Konzept exemplarisch im deutschen Rewilding-Gebiet Oderdelta anzuwenden und dabei weiterzuentwickeln. Dabei sollten sowohl ökologische Wirkungen als auch sozioökonomische Potenziale und gesellschaftliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung analysiert werden. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie Rewilding in Kulturlandschaften partizipativ, konfliktarm und anschlussfähig an regionale Entwicklung gestaltet werden kann.
