BiK: Bedeutung des institutionellen Kontextes für Studien-abbruch und Langzeitstudium
Kurzbericht und Eingehende Darstellung - Was beeinflusst Studienverläufe und Studienerfolg? Neue Befunde zur Bedeutung des institutionellen Kontextes für Studienabbruch und Langzeitstudium (Arbeitstitel)
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Abstract
Das Projekt BiK hat im Rahmen mehrerer Teilstudien, die von den drei teilnehmenden Organisationen (DZHW, MZES und Leibniz Universität Hannover) verantwortet wurden, die Ursachen für Studienabbrüche untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Rolle dem studienbezogenen institutionellen Kontext in Form von Regelungen zu Prüfungsdurchführung und zu Beratungsangeboten hierbei zukommt. Damit weitet das Projekt den häufig vorherrschenden Blick auf individuelle Faktoren, welche Studienabbrüche befördern und erfolgreiche Studienabschlüsse verhindern. Außerdem werden Studienverläufe, insbesondere lange Studiendauern, als erklärendes Moment für den Abbruch herangezogen. Die Studien setzen an unterschiedlichen Ebenen an und nehmen die Mikro-, Meso- Makroebene in den Blick. Auf der Mikroebene werden studiengangspezifische Regelungen in die Analyse einbezogen, auf der Mesoebene die ressourziellen Rahmenbedingungen bezüglich personeller Ausstattung, Betreuung sowie Studienbedingungen und auf der Makroebene die Regelungen in Landeshochschulgesetzen. Die Ergebnisse zeigen, dass durch eine hohe Verbindlichkeit der studienrelevanten Regelungen in der Studieneingangsphase, beispielsweise Orientierungsphasen mit verpflichtender Prüfungsteilnahme oder automatischer Anmeldung zu Prüfungen im ersten Semester, überlange Studienzeiten und Studienabbrüche vermieden werden können. Hinsichtlich des Umfangs von Studienabbrüchen liegen zudem spezifische Problemlagen in einzelnen Fächergruppen und für kleine Hochschulen vor. Im Masterstudium beeinflussen v. a. fachbezogene Faktoren die Abbruchintentionen. Hierauf könnten Hochschulen mit geeigneten, auf den Übergang vom Studium in das Berufsleben bezogenen Maßnahmen reagieren.
