GO-Bio 7B: Aktivierte Treg - Toleranzinduktion zur Therapie von Erkrankungen mit überschießender Immunreaktion am Beispiel der Graft-versus-Host-Disease (GvHD)

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das vorliegende Vorhaben diente der Durchführung des klinischen Proof-of-Concept (Phase I Studie, First-in-Human) für das in der ersten Förderphase entwickelte zelluläre Therapeutikum (ATMP = Advanced Therapeutic Medicinal Product) bestehend aus aktivierten regulatorischen T-Zellen (ATreg), mit dem Ziel der Vermeidung einer Transplantatabstoßungsreaktion (GvHD) bei Leukämiepatienten nach Stammzelltransplantation. Zudem sollten sowohl der Herstellprozess als solcher als auch der Treg-Aktivator weiter optimiert werden. Treg sind von wesentlicher Bedeutung für die Homeostase unseres Immunsystems, da sie in der Lage sind, überschießende Immunantworten zu unterbinden. Aktivierte Tregs unterdrücken eine übermäßige Aktivität u.a. von T-Helferzellen und führen so zur Induktion einer dauerhaften Toleranz. Diesen Wirkmechanismus nutzt unsere Zelltherapie, die wir in einer ersten klinischen Studie zur Prävention einer Abstoßungsreaktion (GvHD) nach Stammzelltransplantation in Patienten mit bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems eingesetzt haben. Diese Patienten entwickeln trotz Prophylaxe in 50% der Fälle nach Transplantation eine GvHD, die mit einer signifikant erhöhten Morbidität und Mortalität einhergeht. Langfristige Zielsetzung unserer Therapie ist die Induktion einer langanhaltenden immunologischen Toleranz der Spenderzellen für die Gewebsmerkmale des Empfängers, ohne die Funktion des Immunsystems zur Abwehr von Infektionen oder entarteten Zellen zu schädigen. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten, die in akademischen Studien expandierte Tregs einsetzten, ist unser Ansatz durch die ex vivo Aktivierung der Tregs gesunder, unabhängiger Drittspender zeit- und kosteneffizient, die Zellen können innerhalb von 24h nach Gewinnung beim Patienten eingesetzt werden. Dies macht unseren Ansatz weltweit einzigartig.

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