Bioökonomie International 2020: PinaFibre – Erschließung des Potenzials einer Mehrzweckpflanze: Nutzung von Blattfasern der Ananas für biobasierte Textilien

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Ziel des PiñaFibre Projektes ist die Nutzung der Fasern der Ananas-Pflanze (Pineapple Leaf Fibre – PALF), die im Gegensatz zu anderen Naturfaserproduktionen in erster Linie für die Nahrungsmittelproduktion angebaut wird. Es werden Märkte für Fasern, die aus den Blättern der Ananas gewonnen wurden und daraus abgeleitete Produkte untersucht, um den Landwirten in der Folge höhere Einkommen zu ermöglichen und der Industrie eine potenziell nachhaltige und erneuerbare Alternative in Form von funktional modifizierten Fasern anzubieten. Die Wertschöpfungskette und die Märkte von PALF werden evaluiert, beispielhafte Produkte hergestellt und die Ergebnisse den entsprechenden Stakeholdern vorgestellt. In Zusammenarbeit mit den Partnern Agrosavia, in Kolumbien, der National Biobank und NANOTEC, in Thailand, dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen University werden die Eigenschaften der Blattfasern charakterisiert, entsprechend verändert, um die Einsatzmöglichkeiten zu vergrößern und unterschiedliche Prototypen hergestellt. Die Wertschöpfungskette und die Märkte von PALF werden evaluiert, beispielhafte Produkte hergestellt und die Ergebnisse den entsprechenden Stakeholdern vorgestellt. Um den Einsatz von PALF dauerhaft für die Fasergewinnung und nachhaltige Textilproduktion zu sichern, wird das Forschungszentrum Jülich (Institut für Bio- und Geowissenschaften: IBG-2 (Pflanzenwissenschaften) und IBG-4 (Bioinformatik)) mit Partnern die phänotypischen und genetischen Variationen der Ananas in Kolumbien und Thailand untersuchen. Des Weiteren wird das Problem der somaklonalen Variation in der Gewebekultur untersucht, um die genetische Grundlage für neue Züchtungen und effizienter Vermehrung zu legen, sodass nicht nur die Produktion der Frucht, sondern auch die Faserproduktion in der Zukunft verbessert werden kann. In Zusammenarbeit mit den Partnern in Agrosavia, Kolumbien, der National Biobank Thailand und NANOTEC, Thailand und der RWTH Aachen University werden die Eigenschaften der Blattfasern charakterisiert, entsprechend verändert, um die Einsatzmöglichkeiten zu vergrößern und unterschiedliche Prototypen hergestellt. Die Projektkoordination liegt beim IBG-2, die auch die Verwertung der Projektergebnisse und die Bereitstellung an Interessengruppen sicherstellt. Das ITA unterstützt NANOTEC mit dem textiltechnologischen Know-How für die Garnherstellung aus Bastfasern und stellt das Technikum des ITA für Laborausspinnungen zur Verfügung. Des Weiteren wird am ITA die Anwendbarkeit von PALF untersucht sowie die praktische Anwendung für die Industrie in technischen Textilien (Vliese, Garne und Verbundstoffe) bewertet. Basierend auf der textilen Leistungsfähigkeit von PALF werden gemeinsam mit industriellen Akteuren potenzielle Marktsegmente definiert. Dies erfolgt mit einer Marktanalyse bezüglich des Einsatzes von PALF und der Identifikation von beispielhaften Produkten für Demonstrationszwecke. Abschließend erfolgt die Aufbereitung aller Ergebnisse für den Transfer zu den deutschen, kolumbianischen und thailändischen Stakeholdern. Alle Projektergebnisse werden in zwei Workshops (in Aachen und Cali, Kolumbien) an Stakeholder weitergegeben. Der Workshop im Produktionsland (Kolumbien) bietet den Vorteil, dass eine große Gruppe an Erzeugern und Verarbeitern erreicht werden kann.

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