Retrospektive Analyse witterungsbedingter Extremereignisse, großflächiger Störungen und waldbaulicher Strategien - Ein Lehrstück für zukünftige Handlungsempfehlungen in den Modellregionen Thüringer Wald und Erzgebirge

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Für die Erarbeitung langfristiger Waldbewirtschaftungsstrategien zur Entwicklung, Pflege und Sicherung stabiler und resistenter Waldökosysteme bedarf es solider Daten für die zu erwartenden Umweltveränderungen. Gleichzeitig bilden jedoch auch gedruckte und handschriftliche Quellen (Akten, Drucke, Karten etc.) zum waldbaulichen Handeln, zur Waldbewirtschaftung und zu regionalen Naturereignissen sowie zu Klima- bzw. Witterungsverläufen in den zurückliegenden Jahrhunderten eine wichtige Basis für die Analyse forstlicher Risiken. Historische Betrachtungen können bei einer entsprechenden Quellenlage sowohl Ursachenanalysen bezüglich abiotischer und biotischer Extrem- bzw. Großschadereignisse ermöglichen als auch die Entwicklung und Implementierung geeigneter Bewirtschaftungsstrategien zur Risikominderung und Schadensbewältigung beleuchten. Dabei steht die kritische Betrachtung zu jeweils dokumentierten Hemmnissen und Restriktionen hinsichtlich der praktischen Umsetzung im Vordergrund. Besondere Aufmerksamkeit erlangen Schlussfolgerungen zur Übertragbarkeit der Erkenntnisse unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Ansprüche. Im Rahmen des hier vorgestellten Vorhabens werden über die Verknüpfung der Fachdisziplinen Waldbau, Klimaforschung und Umweltgeschichte waldbauliche und forstwirtschaftliche Risiken – ausgehend von abiotischen und biotischen Extremereignissen der Periode ab 1800 bis in die Gegenwart – für die beiden Modellregionen Thüringer Wald und Sächsisches Erzgebirge untersucht. Handlungsempfehlungen der jeweiligen Epoche sollen unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bewertet und die Gründe für ein Gelingen bzw. Misslingen der waldbaulichen Strategien evaluiert werden. Darauf aufbauend können waldbauliche Handlungsempfehlungen für den Umgang mit zukünftigen Großschadereignissen abgeleitet werden, die aktuelle waldbauliche Erkenntnisse und heutige gesellschaftliche Ansprüche einbeziehen. Vor dem Hintergrund forstwirtschaftlicher und forstpolitischer Gegebenheiten und unter Nutzung aktueller Klimaszenariendaten werden angepasste Handlungsstrategien für die Bewältigung zukünftiger Großschadereignisse entwickelt, die wesentlich stärker von Beginn an potentielle Hemmnisse bedenken, auf eine konkrete Umsetzung in die forstliche Praxis ausgerichtet sind und somit wichtige Arbeitsgrundlagen für ein eigentumsübergreifendes Anpassungs-management im Bereich der Forstwirtschaft darstellen.

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01.07.2022 bis 28.02.2025

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