Teilvorhaben "Klima- und katastrophenresiliente Stadtentwicklung" Im Rahmen des Verbundprojektes "INCREASE - Inklusives und integriertes multi-Gefahren Risikomanagement und Freiwilligenengagement zur Erhöhung sozialer Resilienz im Klimawandell"
Date
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Link to publishers version
Abstract
IGG hatte sich zum Ziel gesetzt, ein neues Instrument zur Konzeption, Operationalisierung und Umsetzung von Resilienz in Stadtplanungssystemen zu entwickeln. Wir lieferten neue Erkenntnisse darüber, wie Resilienzdenken und damit verbundene Konzepte, wie beispielsweise transformative Fähigkeiten, in Planungstheorien und -praktiken umgesetzt werden können. Ziel war es, die Wege und Kompromisse zu untersuchen, durch die Interaktionen innerhalb von Planungssystemen Möglichkeiten für Resilienz einschränken oder eröffnen, und wie diese Ergebnisse durch kontextuelle, theoretische und methodische Fortschritte zu einer effektiven Stadtplanung und Resilienz im Kontext von Natur- und Klimagefahren sowie der raschen Urbanisierung beitragen können. Kontextuell untersuchte unser Teilprojekt transformative Resilienz als neue Herausforderung und Chance für Stadtplanung und Governance-Systeme im Kontext des Klimawandels und von Naturkatastrophen. Dies steht im Einklang mit politischen und akademischen Initiativen, die die Mängel und die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung herkömmlicher Planungs- und Governance-Modelle hervorheben. Konzeptionell haben wir einen neuen konzeptionellen Rahmen entwickelt, der die transformative Resilienz von Planungs- und Governance-Systemen beschreibt. Dieser Rahmen ermöglicht den Übergang von der Theorie zur Praxis und erläutert die Chancen und Grenzen bestehender Governance-Modelle und Planungssysteme im Hinblick auf transformative Resilienz. Operativ haben wir einen erklärenden und interpretativen Ansatz zur Operationalisierung des konzeptionellen Rahmens für transformative Resilienz entwickelt, der auf einem qualitativen und leistungsbasierten Scorecard-Ansatz basiert.
Darüber hinaus hat IGG einen neuen Fahrplan für die Nutzung von VGI als fortschrittliche partizipative Methode zur Einbindung der Bürger in die Verbesserung der Resilienz vorgelegt. So wurde der entwickelte Rahmen beispielsweise im Kontext Deutschlands getestet und die Anwendung des Konzepts der „Weisheit der Massen“ zur Verbesserung der Katastrophenresilienz durch die Nutzung von Crowdsourcing-Daten aus sozialen Medien während der Überschwemmungen in Deutschland im Jahr 2021 untersucht.
