Implementierung des Ökosystemleistungs-Konzepts in die Planung Grüner Infrastruktur zur Stärkung der Resilienz der Metropole Ruhr und chinesischer Megacities - IMECOGIP; TP1: Koordination, Daten, planungstheoretische Grundlagen
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München : oekom verlag
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Grüne Infrastruktur (GI) ist weithin als Mittel zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung anerkannt. Die Förderung von GI in urbanen Räumen gewinnt sowohl in Deutschland als auch international zunehmend an Bedeutung. Die GI ist Trägerin von Ökosystemleistungen (ÖSL), d. h. von Leistungen natürlicher Elemente, die positive Effekte auf die Menschen in der Stadt ausüben, z. B. Grünflächen, Straßenbäume, Wälder und Wasserflächen. GI lässt sich in China und in Deutschland in idealer Weise mit den Bemühungen zur Klimaanpassung als naturbasierte Lösungen verknüpfen, da etliche dieser ÖSL unmittelbar das Stadtklima beeinflussen. Das Gleiche gilt für ÖSL, die die biologische Vielfalt fördern. Schließlich besitzt GI positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, und sie kann soziale Interaktionen fördern.
Das vorliegende Forschungsprojekt hat das Ziel, den ÖSL-Ansatz in die räumliche Planung von GI zu übertragen und entsprechende Anwendungsverfahren für die Praxis zu entwickeln. Dabei werden zwei Hauptergebnisse angestrebt: Zum einen die Entwicklung einer innovativen Methodik zur Bewertung von GI in der Planung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse über städtische ÖSL. Zum anderen die Konzipierung und Erprobung einer digitalen, GIS-basierten Toolbox, die eine praxisnahe Bewertung unterschiedlicher Planungsszenarien bei der Entwicklung von GI ermöglicht. Vorhandene Toolboxen lassen Verbesserungsbedarf hinsichtlich des Umfassungsgrads an ÖSL, der Anpassungsmöglichkeiten an verschiedene räumliche Maßstäbe und der Transferpotentiale auf unterschiedliche Regionen erkennen. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, die genannten Entwicklungsbedarfe zu decken und darüber hinaus Synergien und Trade-offs zwischen ÖSL transparent zu machen.
