Auswirkungen nicht-pharmazeutischer Interventionen auf die Belastung durch Atemwegsinfektionen während und nach der Pandemie (RESPINOW) im Rahmen der Fördermaßnahme zur Stärkung der Modellierungskompetenz zur Ausbreitung schwerer Infektionskrankheiten; Teilvorhaben der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Abschlussbericht zum BMFTR-Verbundprojekt
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Abstract
Atemwegsinfektionen durch das Respiratorische Synzytialvirus (RSV), Influenzaviren und Streptococcus pneumoniae verursachen weltweit eine erhebliche Krankheitslast. Während der COVID-19-Pandemie führten die implementierten nicht-pharmazeutischen Interventionen (NPI) als Kollateraleffekt zu einem deutlichen Rückgang dieser Infektionen. Gleichzeitig wurde dadurch der Aufbau natürlicher Immunität in der Bevölkerung reduziert, was mittelfristig größere und möglicherweise außersaisonale Ausbrüche erwarten ließ. Diese Kollateraleffekte waren zum Zeitpunkt des Projektbeginns in bestehenden Modellen nicht abgebildet und wissenschaftlich kaum quantifiziert.
Das Verbundprojekt RESPINOW setzte genau hier an. Ziel war die Entwicklung eines integrierten Modells zur Simulation der Übertragung mehrerer Atemwegserreger und der kurz- und langfristigen Kollateraleffekte von NPI auf deren Krankheitslast – mit dem Ziel, politischen Entscheidungsträgern und dem öffentlichen Gesundheitswesen sowohl für zukünftige Pandemien als auch für die interpandemische Phase evidenzbasierte Werkzeuge bereitzustellen.
