RePhoR - Regionales Phosphor-Recycling

Vernetzungs- und Transfervorhaben TransPhoR: BMFTR – Fördermaßnahme Regionales Phosphor-Recycling, Teilprojekt 2 - Nachhaltigkeitsbewertung : Abschlussbericht

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das übergeordnete Ziel der RePhoR-Maßnahme war, ein unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien möglichst nachhaltiges P-Recycling zu forcieren. Zu diesem Zweck wurden am INaB eine Ökobilanz, eine soziale Hotspot-Analyse sowie eine Sozialakzeptanz-Studie durchgeführt, die als Grundlage für eine Nachhaltigkeitsbewertung herangezogen werden können. Es wurde eine Strategie zur Erstellung vergleichbarer Ökobilanzen entwickelt, die als Hand-lungsanweisung für alle Verbundprojekte des Projektes RePhoR zur zukünftigen Durchführung einer Ökobilanz dienen soll und somit einen unmittelbaren Vergleich mit anderen Groß-technologien ermöglicht. Wesentliche Festlegungen betreffen dabei die funktionelle Einheit, die Systemgrenzen oder auch Annahmen bezüglich potenzieller Gutschriften für Sekundärprodukte des Systems. Durch die Berücksichtigung von Gutschriften wird die Ökobilanz auf die primäre Produktion des Produktes erweitert, das durch die Sekundärproduktion auf der Kläranlage resp. in der Behandlungsanlage der Klärschlammasche ersetzt wird. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt lag auf der Untersuchung der sozialen Akzeptanz eines sekundären Phosphordüngers. Auf Basis einer Umfrage aus dem Jahr 2021 mit insgesamt 189 Personen aus den Bereichen Landwirtschaft, Kläranlagen, Händler und Andere wurden u.a. als wichtig erachtete Aspekt entsprechend der Reihenfolge "Qualität des Sekundärproduktes", "Preis", "Akzeptanz beim Kunden" sowie "rechtliche Aspekte" identifiziert. Eine abschließende Nachhaltigkeitsbewertung konnte aufgrund fehlender Daten lediglich theoretisch thematisiert werden. Dabei ist zudem zu berücksichtigen, dass sowohl in einer Ökobilanz als auch im Sozialbereich Wechselwirkungen auftreten, die sich einer quantitativen Bewertung entziehen. An dieser Stelle ist es erforderlich, dass sich die Branche unter Beteiligung der Politik und weiterer interessierter Stakeholder im Sinne eines Konsenses auf wesentliche Nachhaltigkeitsziele einigt. Abschließend ist festzuhalten, dass die in Zukunft vorliegenden Ökobilanzen in Verbindung mit entsprechenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Erkenntnissen zur sozialen Situation der primären und sekundären Phosphorversorgung einen wesentlichen Beitrag zur Versachlichung des Diskurses zur konsensualen Festlegung von Nachhaltigkeitsanforderungen leisten können.

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