E²piMINT - Evidenzbasierte Entwicklung praxistauglicher, inklusiver MINT-Vermittlungskonzepte für die Schule
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Abstract
Die zunehmende Heterogenität von Lerngruppen stellt Schulen vor große Herausforderungen. Insbesondere seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die allgemeinbildende Schulen besuchen, deutlich erhöht. Damit gewinnt die Frage nach der Gestaltung inklusiver Lernumgebungen zunehmend an Bedeutung. Gerade im naturwissenschaftlichen Unterricht entstehen daraus besondere Anforderungen.
Naturwissenschaftliche Lernprozesse sind häufig durch experimentelle Arbeitsweisen, fachsprachliche Anforderungen sowie abstrakte Konzepte gekennzeichnet. Diese können für Lernende mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen eine Herausforderung darstellen. Gleichzeitig zeigen internationale Studien, dass das Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaften in den letzten Jahren rückläufig ist. Vor diesem Hintergrund wurde das Entwicklungs- und Forschungsprojekt E²piMINT (Evidenzbasierte Entwicklung praxistauglicher inklusiver MINT-Vermittlungskonzepte) initiiert. Ziel des Projekts ist es, ein evidenzbasiertes, interdisziplinäres Unterrichtskonzept für den inklusiven naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe I zu entwickeln, empirisch zu evaluieren und für die schulische Praxis zugänglich zu machen. Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachdidaktiken der Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) mit der Sonderpädagogik. Dadurch konnten fachliche und förderpädagogische Perspektiven miteinander verbunden werden, um Unterrichtskonzepte zu entwickeln, die sowohl fachlich fundiert als auch für heterogene Lerngruppen geeignet sind.
