Sicherheit und Wirksamkeit einer beidseitigen, einmaligen subretinalen Injektion von rAAV.hCNGA3 in Erwachsenen und Kindern, die an CNGA3 verursachter Achromatopsie leiden, untersucht in einer randomisierten, Untersucher maskierten Studie mit Wartegruppendesign; Akronym: Colour Bridge
Schlussbericht
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Abstract
Das BMBF Projekt Colour Bridge ist die Weiterentwicklung der in einem universitären Verbundprojekt (RD-Cure) begonnenen Gen-Therapie-Entwicklung für CNGA3-bezogene Achromatopsie. Die Phase I/IIa umfasste die Behandlung von 9 erwachsenen Achromatopsie Patienten, aufgeteilt in drei Kohorten mit den unterschiedlichen Dosierungen niedrig-mittelhoch. Der erste Patient wurde im Herbst 2015 behandelt und war somit gleichzeitig der erste mit Gentherapie am Auge behandelte Patient in Deutschland. Das vorrangige Ziel dieses Teils der Studie war die Sicherheit der entwickelten Gentherapie zu zeigen. Diese konnte bestätigt werden. Somit war der folgerichtige Weg frei, auch die Wirksamkeit dieser Therapie in einer Phase IIb (Colour Bridge) zu zeigen. Colour Bridge ist die durch ein Amendment erweiterte Version der CNGA3 Phase I/IIa Studie. Der geänderte Titel: Safety and efficacy of a bilateral single subretinal injection of rAAV.hCNGA3 in adult and minor patients with CNGA3-linked achromatopsia investigated in an exploratory, dose-escalation, randomized, wait list controlled, observermasked trial zeigt schon was geändert wurde. Die Einführung der bilateralen Behandlung und die Einbindung von zunächst 6-12-jährigen Kindern/Jugendlichen. Auch hier waren 3 Kohorten geplant, die erste mit 4 Patienten aus dem ersten Teil der Studie zur Behandlung am 2. Auge (Kohorte A), 4 neue erwachsene Patienten (Kohorte B) zur beidseitigen Behandlung in kurzen Intervallen und schließlich 6 Kinder (Kohorte C) ebenso für die beidseitige Behandlung. Die Studie wurde kostenneutral bis zum 30.06.2024 um 6 Monate verlängert und wurde in diesem Zeitraum erfolgreich abgeschlossen. Am Ende wurden 18 Augen von 24 geplanten Augen operiert. Es fand während der gesamten Studie eine sehr engmaschige Kontrolle durch das DMC (Data Monitoring Committee) statt. Das Committee stellte zu keinem Zeitpunkt Sicherheitsbedenken fest. Insgesamt zeigte die Studie, dass die entwickelte Gentherapie sicher ist. Im gesamten Verlauf der Studie traten keine SAEs in Zusammenhang mit der Studienmedikation auf. Die Studie befindet sich nun in der Auswertungsphase, um die Wirksamkeit der Therapie, besonders den primären Endpunkt Kontrastsehvermögen auszuwerten und anschließend im Laufe des Jahres zu publizieren.
