LUMICAN - Entwicklung eines Frühwarnsystems zur nachhaltigen und präzisen Bekämpfung des Cannabis-Pathogens Botrytis cinerea mithilfe visuell erfassbarer Zeigerpflanzen
Schlussbericht
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Abstract
Im Projekt IBÖ-11 sollte das Frühwarnsystem LUMICAN entwickelt werden, das mittels Zeigerpflanzen eine kostengünstige Detektion von Botrytis cinerea in Cannabis-Gewächshäusern ermöglicht. Bisherige Methoden sind ineffizient, teuer oder nicht zugelassen, wodurch Infektionen unentdeckt bleiben und bis zu 30 % Ernteverlust verursachen können. Zeigerpflanzen bieten hier eine vielversprechende, nachhaltige Alternative, die validiert und marktfähig gemacht werden soll. Eine frühe Erkennung der Infektion von Cannabispflanzen ist visuell derzeit nicht möglich, jedoch die einzige Chance einem Ernteverlust entgegenzuwirken, da Pflanzenschutzmittel, welche die Infektion eindämmen und eine Ausbreitung verhindern könnten, bisher nicht zugelassen sind. Bisherige Detektionsmaßnahmen sind teuer und ineffizient und basieren auf Durchprobung der gesamten Pflanzenpopulation (zeit- und kostenintensiv) oder Erfassung eingetragener Sporen in die Luft des Gesamtgewächshauses (ineffizient). Angesichts des wachsenden Marktes treten neue Akteure auf, die sich die aktuellen Ansätze möglicherweise nicht leisten können. Nicht erkannte Infektionen stellen außerdem ein Gesundheitsrisiko dar. Der Einsatz von Zeigerpflanzen könnte hier eine vielversprechende Alternative bieten. Ziel dieses Vorhabens war es, molekulare Zeigerpflanzen als neue Schutzmaßnahme zu entwickeln und den Markt auf mögliche Einsatzgebiete zu validieren. Die molekularen Zeigerpflanzen entsprechen hierbei Botrytis-anfälligen Hanfpflanzen, welche mit einer visuell erfassbaren Reporterkasette ausgestattet sind. Diese transgenen Pflanzen wären nur zum Einsatz in geschlossenen Gewächshäusern geeignet.
