Anpassung der öffentlichen Wasserversorgung an Extremereignisse

Lösungsoptionen für die Praxis : Schlussbericht zu dem BMBF-Forschungsvorhaben "TrinkXtrem"

Loading...
Thumbnail Image

Editor

Advisor

Volume

Issue

Journal

Series Titel

Book Title

Publisher

Hannover : Technische Informationsbibliothek

Supplementary Material

Other Versions

Link to publishers' Version

Abstract

Meteorologische Extremereignisse wie langanhaltende Trockenperioden stellen die öffentliche Wasserversorgung in Deutschland vor Herausforderungen. Extremereignisse wirken über die gesamte Prozesskette der Wasserversorgung. Beispielsweise nimmt die Menge der zur Wasseraufbereitung verfügbaren Wasserressourcen in Trockenperioden ab, während gleichzeitig der Trinkwasserbedarf ansteigt. In Trockenperioden verschlechtert sich typischerweise die Qualität der Rohwässer. Beispielsweise nimmt bei Flusswässern der Abwasseranteil mit sinkendem Abfluss zu. Selbst oberflächennahe Grundwässer können qualitativ beeinträchtigt werden, wenn sich während Trockenperioden Bodenrisse bilden, über die bei Starkniederschlägen Oberflächenwasser eintritt. Im Wasserwerk werden Aufbereitungsverfahren benötigt, die sich an veränderte Rohwasserbeschaffenheiten anpassen können. Bei der Verteilung von Trinkwasser muss das Rohrnetz resilient gegenüber Mehrbedarfen durch Verbraucher sein. Durch die lokale Prägung der Wasserversorgung sind die Auswirkungen von Extremereignissen auf die einzelnen Wasserversorgungsunternehmen zudem unterschiedlich. Das Projekt TrinkXtrem entwickelte Betriebsstrategien für die öffentliche Wasserversorgung, um wissenschaftlich fundiert und vorausschauend auf Extremereignisse zu reagieren. Schwerpunkte des Projekts lagen in der Qualität und Quantität der Rohwässer, der Steuerung des Anlagenbetriebs, der Prognose des Trinkwasserbedarfs sowie dynamischen Preismodellen. Die Entwicklung von Risiko- und Vorsorgekonzepten gehörte ebenfalls zum Projekt. Im Ergebnis entstanden neun Methoden und Konzepte. Zudem wurden vier Softwarelösungen für die Anlagensteuerung entwickelt. Die Ergebnisse des TrinkXtrem-Projektes wurden bei den beteiligten Wasserversorgungsunternehmen auf Basis von großtechnischen Daten entwickelt und erprobt. Zum Projektkonsortium von TrinkXtrem zählten 15 Partner, davon fünf Partner assoziiert. Fünf Wasserversorgungsunternehmen, die insgesamt etwa 10 % der Bevölkerung Deutschlands mit Trinkwasser versorgen, waren am Projekt aktiv beteiligt.

Description

Keywords

Keywords GND

Conference

01.02.2022 bis 31.01.2025

Publication Type

Report

Version

publishedVersion

License

Creative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany