Entwicklung eines sensorgestützten Drohnensystems zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden in munitionsbelasteten Gebieten (PEGASUS); WIR! - Feuerwehr der Zukunft
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Dryad entwickelt und vertreibt innovative IoT-Lösungen zur Erfassung, Beobachtung und Überwachung von Wäldern, Gewässern und Landflächen. Das Unternehmen wurde 2020 gegründet und beschäftigt gegenwärtig etwa 42 interdisziplinäre Fachkräfte. Zu den Kunden zählen insbesondere Kommunen, Waldbesitzer, Forstunternehmen, landwirtschaftliche Betriebe und weitere Akteure wie Energieunternehmen und Bahngesellschaften. Seit seiner Gründung konnte Dryad mehr als 13 Millionen Euro an Wagniskapital einwerben. Brandenburg verzeichnet deutschlandweit regelmäßig die meisten Waldbrände. Neben trockenen Kiefernwäldern stellen insbesondere munitionsbelastete Gebiete ein hohes Risiko dar, da sich alte Kampfmittel bei Hitze selbst entzünden können. Kleinere Bodenfeuer entwickeln sich hierbei besonders schnell zu Großbränden, die schwer zu bekämpfen sind. Zusätzlich müssen häufig Sicherheitsabstände eingehalten werden, was die Brandbekämpfung erschwert und die Bekämpfungseffektivität relevant verringert. Brände in munitionsbelasteten Gebieten dauern häufig mehrere Wochen. Die Feuchtigkeit organischer Streuauflagen ist entscheidend für das Waldbrandrisiko, da trockene, feingliedrige Materialien die Entzündung und die Sauerstoffzufuhr begünstigen. Der Feuchtigkeitsgehalt wird gegenwärtig mit dem präzisen, arbeitsintensiven Darrverfahren gemessen, das auf der Messung der Gewichtsdifferenz vor und nach der Erwärmung basiert. Daneben werden meteorologische Modelle und Indizes genutzt, um die Feuchtigkeit indirekt zu berechnen. Für hochaufgelöste lokale Risikoanalysen, etwa für munitionsbelastete Gebiete, ist die Datenlage unzureichend. Im Verbundvorhaben "PEGASUS" wollten Dryad und HM Metall ein innovatives, sensorgestütztes Drohnensystem zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden in munitionsbelasteten Gebieten entwickeln. Das innovative System sollte aus neuartigen Feuchtigkeitssensoren und bereits entwickelten Brandgassensoren von Dryad sowie einer innovativen Bodenstation und einem zu modifizierenden Drohnensystem von HM Metall bestehen. Das System sollte als Prototyp umgesetzt und unter realen Einsatzbedingungen erprobt werden (TRL 7). Im Teilvorhaben von Dryad sollte das neuartige Sensorsystem erforscht werden, um aus dem Feuchtigkeitsgehalt von organischen Streuauflagen und weiteren Daten von bestehenden Brandgassensoren Entstehungswahrscheinlichkeiten für Waldbrände zu berechnen und Schwelbrände zu detektieren. Das innovative Sensorsystem sollte auf solarbetriebenen, ML-basierten und LoRaWAN-fähigen Feuchtigkeitssensoren basieren, die eine Fläche von etwa 10 Quadratmetern erfassen und den Feuchtigkeitsgrad von Streuauflagen präzise messen sowie mit Brandgassensoren kombiniert werden können. Das Vorhaben sollte nach 30 Monaten im Februar 2028 abgeschlossen werden. In der abschließenden Projektphase war ein mehrmonatiges Pilotprojekt auf dem munitionsbelasteten, ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog, unter Einbindung lokaler Feuerwehren, geplant. Aufgrund unüberwindbarer Differenzen mit der Ausgestaltung der Kooperation und der vertraglich vereinbarten Zusammenarbeit wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen Dryad und HM Metall gegenseitig gekündigt. Das Projekt wurde von Dryad zum 31. Januar 2026 beendet.
