Eine optimale Vitalität von Douglasien für die Zukunft multifunktionaler Wälder (VITADOU)

Abschlussbericht zum Vorhaben

dc.contributor.authorFaust, Janina
dc.contributor.authorAli, Muhammad
dc.contributor.authorBußkamp, Peters
dc.contributor.authorBöhm, Silke
dc.contributor.authorJansen, Simon
dc.contributor.authorKahle, Hans-Peter
dc.contributor.authorLanger, Gitta
dc.contributor.authorMolter, Christine
dc.contributor.authorPeters, Sandra
dc.contributor.authorVonderach, Christian
dc.contributor.authorWietschorke, Jenny
dc.contributor.authorWonsack, Dominik
dc.contributor.authorSeegmüller, Stefan
dc.date.accessioned2025-11-05T17:56:46Z
dc.date.available2025-11-05T17:56:46Z
dc.date.issued2025-10-29
dc.description.abstractDie Douglasie (Pseudotsuga menziesii (Mirbel) Franco) ist die wichtigste eingeführte Baumart in Deutschland. Bis vor kurzem noch äußerst vielversprechend im Anbau treten seit einigen Jahren doch erhebliche Vitalitätsstörungen auf, die die Wirtschafter*innen zutiefst beunruhigen. Unter den Ursachen hierfür werden immer wieder Rußige Douglasienschütte (Nothophaeocryptopus gaeumannii) und Douglasiengallmücken (Contarinia spp) hervorgehoben. Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt VitaDou darauf ab, die Schäden durch die Rußige Douglasienschütte und Douglasiengallmücken genauer zu untersuchen. Fraglich blieb bisher, ob eine mögliche (Teil-)Resistenz der Douglasien gegenüber der Rußigen Douglasienschütte genetische oder standörtliche Ursachen haben könnte. Deshalb waren die Ziele des Vorhabens 1. die Vitalitätsstörungen der Bestände zu bestimmen und ökonomisch zu bewerten 2. die Vitalitätsverluste genauer zu untersuchen und anamnetisch und kausal zu analysieren 3. waldbauliche Empfehlungen zu erarbeiten. Entgegen den bisherigen Annahmen sind über 40 % der Douglasien in Rheinland-Pfalz geschädigt Das hat bisher allerdings nur in Ausnahmefällen zu mehr zufälligen Nutzungen geführt. Weniger geschädigte Bestände sind resistenter und resilienter gegen Trockenstress. Rußige Douglasienschütte und Zuwachs korrelieren invers. Selbst unter den als vital eingestuften Douglasien gab es im Untersuchungszeitraum 2022-2024 keine voll benadelten Bäume. Benadelung und Vitalitätsansprache korrelierten nicht unbedingt. Der Nadelverlust der Douglasien muss nicht irreversibel sein. Zwischen der Nadelretention und der Frühjahresfeuchtigkeit gab es einen schwachen Zusammenhang. Der Pseudothecienbesatz durch N. gaeumannii nimmt auf den Douglasiennadeln nicht von Jahr zu Jahr zu. Fruchtkörper von N. gaeumannii und Nadelretention stehen in keinem augenscheinlichen Zusammenhang. Die Fruchtkörperbildung durch N. gaeumannii wird von der Maiaridität des Vorjahres angetrieben. Die Trockengrenze für die Fruktifikation von N. gaeumannii liegt bei einer Maiaridität von etwa 15 mm/ °C. Unter sehr günstigen Frühjahrsbedingungen kann der Pilz bis zu ca. 25 Pseudothecien / mm Nadel bilden. Aber auch der Wurzelschwamm findet sich in nahezu allen Douglasien. Die Rußige Douglasienschütte und die Gallmücken treten flächendeckend auf. Die Schütteinfektion verschlechtert den Wasserstatus der Douglasien. Dennoch führt dies nicht konsistent zu einem beeinträchtigten Gaswechsel. Damit übereinstimmend wird das antioxidative System nicht aktiviert. Zumindest unter kontrollierten Bedingungen kann es aber trotzdem zu Schäden an den Biomembranen kommen. Die Schütteinfektion schädigt jedoch vor allem das Aufkommen an reduziertem Schwefel in Form von Glutathion regelmäßig signifikant. Sie beeinträchtigt damit nicht nur die Nadeln direkt, sondern schwächt die Douglasien systemisch. Alle Douglasienherkünfte sind in etwa gleich anfällig gegenüber N. gaeumannii. Es gibt keine herkunftsspezifischen Toleranzunterschiede. Möglicherweise gibt es jedoch herkunftsspezifische Unterschiede in der Resistenz gegenüber N. gaeumannii.ger
dc.description.versionpublishedVersion
dc.identifier.urihttps://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/25328
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.34657/24345
dc.language.isoger
dc.publisherHannover : Technische Informationsbibliothek
dc.relation.affiliationForschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz
dc.relation.affiliationForstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
dc.relation.affiliationNordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
dc.relation.affiliationUniversität für Bodenkultur Wien
dc.relation.affiliationUniversität Freiburg
dc.rights.licenseCreative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/de/
dc.subject.ddc500 | Naturwissenschaften
dc.subject.otherDouglasieger
dc.subject.otherPseudotsuga menziesiiger
dc.subject.otherRußige Douglasienschütteger
dc.subject.otherNothophaeocryptopus gaeumanniiger
dc.subject.otherDouglasiengallmückenger
dc.subject.otherContarinia ssp.ger
dc.subject.otherNadelretentionger
dc.subject.otherPseudothecienger
dc.subject.otherWachstumger
dc.subject.otherPhysiologieger
dc.subject.otherPathologieger
dc.subject.sdg8
dc.subject.sdg15
dc.titleEine optimale Vitalität von Douglasien für die Zukunft multifunktionaler Wälder (VITADOU)ger
dc.title.subtitleAbschlussbericht zum Vorhaben
dc.typeReport
dcterms.extent209 Seiten
dtf.duration01.01.2022 bis 31.01.2025
dtf.funding.funderBMLEH
dtf.funding.program2220NR290A
dtf.funding.program2220NR290B
dtf.funding.program2220NR290C
dtf.funding.verbundnummer01230281
tib.accessRightsopenAccess

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