Über die Rolle der Strömung bei der Homogenisierung des Glases in Flachglaswannen Ein Beitrag zum Problem der Schichtung, erläutert am Beispiel einer Tafelglaswanne
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Abstract
Schlieren in Glasschmelzwannen werden insbesondere durch zwei Vorgänge homogenisiert: durch die Strömung und durch die Diffusion. Die bei zähen Flüssigkeiten vorhandenen Strömungsgradienten bewirken ein Ausziehen der Schlieren zu dünnen Schichten. Dieser Ausziehvorgang ist die Voraussetzung dafür, daß die Diffusion an der Schliere wirksam zehren kann. Er ist Gegenstand der nachfolgend beschriebenen Untersuchungen. Aus dem Zusammenhang zwischen dem Ausziehen der Schlieren zu Schichten und den bisherigen Kenntnissen über die Konvektionsströmungen in Glasschmelzwannen ergeben sich Beziehungen, die eine Aussage über die Abhängigkeit der Homogenisierungsfähigkeit einer Wanne von der Wannenlänge, der Glasbadtiefe, der Entnahmeströmung und der Existenz eines Quellgebietes erlauben. Die besondere Rolle der Grenzflächenspannung, die das Ausziehen zu Schichten und damit die Homogenisierung bremsen oder auch ganz verhindern kann, wird in diesem Zusammenhang näher untersucht. Speziell bei Tafelglaswannen spielt es eine große Rolle, ob die zu Schichten ausgezogenen Schlieren vor der Bildung des Glasbandes unverzerrt sind oder durch die Strömung deformiert wurden (so daß sie z. B. als keilige Verwerfungen im Querschnitt des Glasbandes sichtbar werden). Die Untersuchung über das Zustandekommen dieser Keilstörungen führt zu weiteren Erkenntnissen über die Homogenisierung in Glasschmelzwannen.