Verhalten von Tageswannen für Hohlglas. Ergebnisse einer Vergleichsuntersuchung
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Abstract
Nach einem umfassenden Plan wurden sechs Tageswannen in konstruktiver und betriebstechnischer Hinsicht überprüft. Glasproben zur genauen Identifizierung auftretender Glasfehler und vor allem zur Einstufung der in den einzelnen Ofen erschmolzenen Gläser nach einem geeigneten Qualitätsmaßstab wurden entnommen. Das bei allen untersuchten Wannen für das Wannenbecken eingesetzte Feuerfestmaterial ist starker Rißbildung unterworfen. Durch diese Risse besteht die Gefahr, daß sich Primärschmelzen, ungeläutertes Glas und Kontaktglas darin ansammeln und bei höherer Temperatur bzw. im Verlauf des Ausarbeitens auslaufen und die Schmelze verunreinigen. Als Hauptquelle für die Glasfehler stellt sich das aus dem Oberofen zur Schmelze abfließende Schlackenglas heraus, dessen Menge von der temperaturbedingten Kondensation verdampfender Komponenten der Schmelze, durch Ablagerung von Gemengestaub, Schmelzen überhitzter feuerfester Steine, auslaufende Schmelzphasen, Kontaktreaktionen zwischen verschiedenen Feuerfestmaterialien und vermutlich auch von der Porosität der Silikasteine abhängig ist. Im Hinblick auf die Feuerführung sind bei größeren Anlagen die Längsbrennerwannen und die Doppeldeckenwannen gegenüber Wannen mit stehenden U-Flammen im Vorteil.