RiSKWa - Verbundprojekt GLYMIK: Beeinträchtigt Glyphosat, ein weltweit verbreitetes und umstrittenes Herbizid, das Darmmikrobiom von Fischen mit Konsequenzen für die individuelle Vitalität, Immunkompetenz und Gesundheit?

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Im Projekt Glymik wurde in fünf Versuchen die Wirkung des Herbizids Glyphosat, seiner kommerziellen Formulierung Roundup® LB Plus sowie seines Hauptmetaboliten Aminomethylphosphonsäure (AMPA) auf den Gesundheitszustand juveniler Bachforellen verschiedenen Alters (Teilprojekt 1, Uni Tübingen) und ihrem Mikrobiom in Darm und Kieme (Teilprojekt 2, KIT) bei unterschiedlichen Temperaturen untersucht. Im Teilprojekt 1 wurden die Expositionsversuche durchgeführt und mögliche Effekte auf verschiedenen biologischen Ebenen betrachtet. Adressiert wurden die Endpunkte Mortalität, Schwimmverhalten, Histopathologie von Leber, Kieme, Niere und Darm, sowie oxidativer Stress, Neurotoxizität, Genotoxizität und Anreicherung im Fischgewebe. Nicht nur Glyphosat und Roundup®, sondern auch AMPA führten zu deutlichen Gewebeschäden in Niere, Kiemen und Leber. Die Effekte waren stärker ausgeprägt nach Exposition bei 15 °C als bei 7 °C. Eine Chemikalien-induzierte Mortalität konnte ebenfalls lediglich bei 15 °C beobachtet werden. Zusätzlich waren bei der höheren Temperatur höhere Rückstandswerte von Glyphosat und AMPA in den Fischgeweben nachzuweisen, die auch nach dreiwöchiger Erholung in unbelastetem Wasser noch deutlich messbar waren. Bei sehr jungen Tieren führte die Belastung mit Glyphosat und Roundup® zusätzlich zu einem Einfluss auf das Schwimmverhalten. Im Teilprojekt 2 wurden im Darm und in den Kiemen der Tiere Veränderungen in der Zusammensetzung der Mikrobiome sowie in der Besiedelung mit Fischpathogenen und der Expression bakterieller Virulenzfaktoren nachgewiesen.

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