Aufnahme von Tonerde an der Oberfläche von Tafelglas

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Date
1962
Volume
35
Issue
Journal
Glastechnische Berichte
Series Titel
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Publisher
Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft
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Abstract

Durch Klimaeinfluss wenig zersetztes Glas kann auf Zersetzung geprüft werden, indem man einen Teil des zu untersuchenden Stückes mit 0,2 %iger Flusssäure ätzt und danach einen Nordhimmel darauf spiegelt. Im Zersetzungsfall erscheint das ungeätzte Glas dunkler als das geätzte. Bei Gläsern, die Tonerde in der Masse oder in der Oberflächenschicht enthalten, entsteht bei dieser Ätzung eine weißtrübe Schicht, die als Nachweis für Tonerde dienen kann, die bei unzersetztem Glas jedoch nicht auftritt. Aus Zwischenlegepapier mit relativ hohem Gehalt an löslicher Tonerde geht im Laufe einer langen Lagerung Al₂O₃ in die Oberfläche des Tafelglas über, nachweisbar auf die oben genannten Art. Auch aus festem oder dampfförmigen AlCl₃ wird Tonerde in die Glasoberfläche aufgenommen. Die sogenannte "Papierstruktur" beim Tafelglas kann durch Erblindung an Stellen, an denen das Papier nicht angelegen hatte, aber auch durch Aufnahme von Tonerde, an Stellen, an denen es angelegen hatte, hervorgerufen werden.

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CC BY 3.0 DE