Humanisierung der Logistik in der digitalen Transformation (HuLog)

Sachbericht zum Verwendungsnachweis

dc.contributor.authorHassel, Anke
dc.date.accessioned2026-05-07T09:52:33Z
dc.date.available2026-05-07T09:52:33Z
dc.date.issued2026-04-20
dc.description.abstractLagerhäuser sind zentrale Knotenpunkte deutscher und europäischer Lieferketten. Trotz ihrer wachsenden ökonomischen Bedeutung - nicht zuletzt beschleunigt durch den Boom des E-Commerce, die Erfahrungen der Covid-19-Pandemie und den gestiegenen Bedarf an resilienten Lieferketten - bleiben die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Lagerlogistik im öffentlichen Diskurs weitgehend unsichtbar. Lagerhallen fungieren häufig als sogenannte Black Boxes: Entlohnungsstrukturen, Beschäftigungsformen, betriebliche Mitbestimmung und die Auswirkungen technologischen Wandels auf die Beschäftigten sind für Außenstehende kaum nachvollziehbar. Das Vorhaben HuLog (Humans in Digital Logistics) setzte an dieser strukturellen Intransparenz an. Ziel war es, Arbeitsbedingungen in der deutschen Lagerlogistik im Kontext digitaler Transformation systematisch und empirisch zu analysieren. Im Mittelpunkt standen die Wechselwirkungen zwischen Kostendruck in Wertschöpfungsketten, fragmentierten Beschäftigungsstrukturen, sozialpartnerschaftlichen Institutionen sowie Digitalisierungs- und Automatisierungsprozessen. Das Vorhaben ist Teil eines europäischen Forschungskonsortiums, das parallele Untersuchungen in Belgien, Polen und Großbritannien umfasst, und war in das ERA-NET CHANSE-Programm eingebettet. Die wissenschaftliche Literatur zur Lagerlogistik wies zum Zeitpunkt der Antragstellung charakteristische Lücken auf. Qualitative Studien zur Arbeitserfahrung von Lagerbeschäftigten existierten zwar, ordneten individuelle Befunde aber häufig nur unzureichend in institutionelle und ökonomische Zusammenhänge ein. Länderspezifische Analysen blieben auf nationale Besonderheiten beschränkt; systematische Vergleiche innerhalb Deutschlands oder über Ländergrenzen hinweg fehlten. Technologiefokussierte Literatur beschrieb den Einsatz digitaler Systeme, vernachlässigte aber deren Wechselwirkungen mit Beschäftigungsstrukturen und industriellen Beziehungen. In der politikwissenschaftlichen Forschung zur Dualisierung von Arbeitsmärkten - ausgehend von Ruedas einflussreicher Arbeit zur Interessenpolitik von Insidern und Outsidern (Rueda 2007) und weiterentwickelt unter anderem durch Emmenegger et al. (2012) sowie Palier und Thelen (2010) - findet Lagerlogistik als Sektor kaum Erwähnung, obwohl er ein Paradebeispiel für die institutionellen Mechanismen fragmentierter Außenseiterbeschäftigung darstellt. HuLog schließt diese Lücken durch einen integrativen Forschungsansatz.ger
dc.description.versionpublishedVersion
dc.identifier.urihttps://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/36241
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.34657/35309
dc.language.isoger
dc.publisherHannover : Technische Informationsbibliothek
dc.relation.affiliationHertie School Berlin gGmbH
dc.rights.licenseCreative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany
dc.subject.ddc300 | Sozialwissenschaften
dc.titleHumanisierung der Logistik in der digitalen Transformation (HuLog)ger
dc.title.subtitleSachbericht zum Verwendungsnachweis
dc.typeReport
dcterms.event.date11.2022 bis 10.2025
dcterms.extent17 Seiten
dtf.funding.funderBMFTR
dtf.funding.program01UX2212
tib.accessRightsopenAccess

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