DRadEsel - Beleuchtung der Dunkelziffer sicherheitskritischer Ereignisse zwischen Radfahrenden, Radfahrenden und PKW, Fußgängern sowie ÖPNV: Eine repräsentative stationäre Beobachtungsstudie an urbanen Verkehrsknotenpunkten mit Interviews in Deutschland

dc.contributor.authorSpringer-Teumer, Sabine
dc.contributor.authorKreußlein, Maria
dc.contributor.authorHartwich, Franziska
dc.contributor.authorKrems, Josef. F.
dc.date.accessioned2025-07-28T06:17:49Z
dc.date.available2025-07-28T06:17:49Z
dc.date.issued2022-12
dc.description.abstractSicherheitskritische Verkehrssituationen (SKS) bei RadfahrerInnen beinhalten ein hohes subjektives Gefährdungsrisiko, müssen aber nicht zwangsläufig zu Unfällen führen. Ziel des Projekts DRadEsel ist es, die Häufigkeit von SKS und deren Einflussfaktoren zu erfassen, um Infrastrukturverbesserungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu fördern. Dazu wurde ein Erhebungsinstrument (Beobachtungsleitfaden und Interview) entwickelt, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie evaluiert und weiterentwickelt. In den Jahren 2020 und 2021 wurden repräsentative Erhebung mit den Instrumenten in drei deutschen Großstädten durchgeführt. Insgesamt wurden 1569 Interviews geführt und 34.676 Radfahrende beobachtet. SKS wurden ca. 600-mal häufiger berichtet und 1300-mal häufiger beobachtet als offiziell erfasst. Bei den Beobachtungen lag die SKS-Prävalenz bei 1,1%, bei den Interviews bei 17,6%. Die meisten SKS involvierten einen weiteren Interaktionspartner, meist PKWs. Hauptursachen waren zu geringer Abstand beim Überholen und blockierte Radverkehrsanlagen. Weder Alter noch Geschlecht beeinflussten die SKS-Wahrscheinlichkeit. An Radverkehrsstreifen in Mittellage (RiM) war die SKS-Beobachtung fünfmal und die Berichterstattung zweimal wahrscheinlicher als an getrennten Fuß- und Radwegen. An RiMs zeigte sich die höchste SKS-Beobachtungswahrscheinlichkeit im Vergleich zu anderen Kreuzungssituationen. Die allgemeine Sicherheit wurde als neutral bis sicher ein. Radfahrende mit kürzlich erlebten SKS bewerteten ihre Sicherheit und die städtische Verkehrssituation schlechter als diejenigen ohne SKS-Erfahrung. Empfehlungen zur Vermeidung von SKS sind 1) Breitere Radverkehrsanlagen, 2) RiMs bei hoher Rad- und niedriger Kfz-Verkehrsdichte, 3) Kreisverkehrsgestaltung mit getrennten Umlaufringen, 4) Einführung von Tempo 30, 5) Achtsamkeit und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden, 6) Regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung von Radverkehrsanlagen, 7) Ausreichende Straßenbeleuchtung. Datei-Upload durch TIBger
dc.description.versionpublishedVersion
dc.identifier.urihttps://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/20224
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.34657/19241
dc.language.isoger
dc.publisherHannover : Technische Informationsbibliothek
dc.relation.affiliationTechnische Universität Chemnitz - Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften - Institut für Psychologie - Professur für Allgemeine und Arbeitspsychologie
dc.rights.licenseCreative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/de/
dc.subject.ddc300
dc.titleDRadEsel - Beleuchtung der Dunkelziffer sicherheitskritischer Ereignisse zwischen Radfahrenden, Radfahrenden und PKW, Fußgängern sowie ÖPNV: Eine repräsentative stationäre Beobachtungsstudie an urbanen Verkehrsknotenpunkten mit Interviews in Deutschlandger
dc.title.subtitleSchlussbericht
dc.typeReport
dc.typeText
dcterms.event.date01.08.2019-30.06.2022
dcterms.extent57 Seiten
dtf.funding.funderBMV
dtf.funding.programVB1913
tib.accessRightsopenAccess

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