Trainingsansatz zur Vermittlung von Maßnahmen zur Prävention digitaler Desinformationskampagnen - PREVENT; Teilvorhaben: Medienethische und demokratietheoretische Begleitung und Evaluation

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Projekt PREVENT knüpfte an die zunehmende Verbreitung von Falschinformationen in den sozialen Medien an. Diese können den demokratischen Diskurs sowie weitere Rechte und Werte wie Sicherheit bedrohen. Nichtsdestotrotz sind Eingriffe in die öffentliche Kommunikation und die Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und Informationsbeschaffung in einem besonderen Maße rechtfertigungsbedürftig, v.a. dann, wenn sie vonseiten staatlicher Akteure erfolgen. PREVENT nahm Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Deutschland in den Blick, da sie von Falschinformationen potenziell besonders stark betroffen sind, aber gleichzeitig entscheidend dagegen vorgehen könnten. PREVENT untersuchte, vor welchen Herausforderungen BOS in Bezug auf Falschinformationen in den sozialen Medien stehen und wie sie darauf reagieren können und sollten. Hauptziel war dabei, der Entstehung von digitalen Desinformationskampagnen vorzubeugen. Dazu entwickelte das Konsortium einen innovativen Trainingsansatz, der sich an BOS richtet. Dies beinhaltete:

  1. die Entwicklung eines Demonstrators, der die Entstehung von digitalen Desinformationskampagnen simulierte (Simulationsmodul) und es BOS ermöglichte, wirksame vorbeugende Maßnahmen zu erlernen (Trainingsmodul);
  2. die Entwicklung von wirksamen Präventionsmaßnahmen, die BOS ergreifen können, um der Entstehung von digitalen Desinformationskampagnen vorzubeugen;
  3. die ethische und rechtliche Bewertung dieser Maßnahmen, um deren verantwortungsvolle und legale Verwendung in realen Krisen sicherzustellen. Das IZEW-Teilvorhaben „Ethische Bewertung von Maßnahmen zur Prävention von digitalen Desinformationskampagnen“ untersuchte die Anforderungen an einen von den Grundsätzen der Medienfreiheit und Staatsferne der Medien gedeckten Umgang von BOS mit Desinformationskampagnen. Daneben war es wesentlich beteiligt an der Erstellung medienpädagogisch reflektierter Schulungen und Materialen für BOS. Zentrale Ziele des Teilvorhabens waren:
  4. die forschungsethische Begleitung der technischen Umsetzung des Demonstrators;
  5. die Entwicklung von ethischen Leitlinien für die Umsetzung und Evaluation der im Projekt entwickelten Maßnahmen, die BOS ergreifen können, um der Entstehung von digitalen Desinformationskampagnen vorzubeugen;
  6. die Entwicklung eines pädagogischen Konzepts und von Schulungsangeboten für den im Projekt zu erstellenden Demonstrator.

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