Zur Fortleitung der Wärme in Glas bei hohen Temperaturen : III. Teil

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29

Issue

2

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Glastechnische Berichte

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Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft

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Abstract

Das im I. Teil behandelte Problem der stationären Strahlungsfortleitung in einer Richtung des Raumes wird auf den Fall endlicher Wandabstände z₁ erweitert. Die Rechnung berücksichtigt den experim. best. Verlauf der Extinktionskoeffizienten kλ mit der Wellenlänge. Für eine ausgezeichnete Wellenlänge λs erreicht der Strahlungsstrom ein Maximum. Im Inneren des Glases steigt die spektrale Emission Eλs für die Wellenlänge λs linear mit der Ortskoordinate an und es ergibt sich daraus eine einfache Methode zur Berechnung des Temperaturverlaufes. An den Grenzen zwischen Glas und Wand treten Temperatursprünge auf, deren Größe sich durch Überlagerung sogenannter "charakteristischer" Funktionen, die von dem Produkt kλz₁ abhängen, genau berechnen lässt. Ebenso kann der resultierende Strahlungsstrom und der daraus abgeleitete Strahlungsleitungsleitungskoeffizient σ für endlichen Wandabstand durch Überlagerung anderer charakteristischer Funktionen streng ermittelt werden. σ lässt sich überdies mit guter Genauigkeit als Produkt einer Funktion von kλz₁ und des in I. abgeleiteten Strahlungsleitungskoeffizienten σ bei unendlichem Wandabstand beschreiben, - Ein Beispiel - "Wirtschaftsglas" zwischen Wänden von 1250 und 1450 °C - wird durchgerechnet. Der Anteil der einzelnen Wellenlängen an der Gesamtstrahlungsleitung erweist sich unter den gegebenen Bedingungen als weitgehend unabhängig vom Wandabstand z₁. Erst bei sehr kleinen z₁-Werten wächst der Anteil der längerwelligen Strahlung merkbar an.

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CC BY 3.0 DE