Verbundprojekt: Intelligente Landwirtschaftsoptimierung zur Anpassung an den Klimawandel, Akronym: CICLICA
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Abstract
Im Verbundvorhaben CICLICA (Smart agriCulture optimIzation to CLImate Change Adaptation) wurden innovative und klimaangepasste landwirtschaftliche Bewirtschaftungsstrategien für semiaride Regionen des Mittelmeerraums entwickelt, erprobt und hinsichtlich ihrer ökologischen Wirkungen bewertet. Vor dem Hintergrund zunehmender Wasserknappheit und steigender klimatischer Extremereignisse lag der Schwerpunkt auf der Optimierung der Wassernutzung in der landwirtschaftlichen Produktion.
Im Fokus stand die Carob-Produktion (Ceratonia siliqua L.) als trockenheitstolerante Dauerkultur. Untersucht wurden unterschiedliche Bewässerungsstrategien, insbesondere der Einsatz von Subsurface-Drip-Irrigation (SDI), im Vergleich zu nicht bewässerten Produktionssystemen. Die Bewertung erfolgte auf Basis empirischer Datenerhebungen im Rahmen eines Living-Lab-Ansatzes sowie mittels modellgestützter Lebenszyklusanalysen (Life Cycle Assessment, LCA).
Die Ergebnisse zeigen, dass nicht bewässerte Systeme zwar geringere Umweltwirkungen pro Flächeneinheit aufweisen, bewässerte Systeme jedoch aufgrund höherer Erträge geringere Umweltwirkungen pro Produkteinheit erzielen können. Insbesondere Defizitbewässerung stellte sich als effizienter Kompromiss zwischen Wasserverbrauch, Produktivität und Umweltwirkung heraus. Die im Projekt entwickelten methodischen Ansätze und Entscheidungsunterstützungssysteme sind auf weitere Dauerkulturen in semiariden Regionen übertragbar und leisten einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation landwirtschaftlicher Produktionssysteme im Mittelmeerraum.
