Deutsches Zentrum für Lungenforschung - "Translationale Forschung zur Bekämpfung weitverbreiteter Lungenerkrankungen"

Abstract

Im Rahmen des Forschungsprogramms des DZL wurde am Translational Lung Research Center Heidelberg (TLRC), Partnereinrichtungen Universitätsklinikum Heidelberg und Universität Heidelberg, ein koordiniertes translationales Forschungsprogramm zur Verbesserung des Verständnisses der Krankheitsentstehung, Prävention, Diagnostik und Therapie von chronischen und malignen Lungenerkrankungen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Krankheitsbereiche COPD, Mukoviszidose, Lungenkrebs, und interstitielle Lungenerkrankungen. Des Weiteren leistete die Plattformen Bildgebung einen wichtigen Beitrag zum Forschungsprogramm. Im Bereich COPD wurde nachgewiesen, dass Störungen der mukociliären Clearance die negativen Effekte von Passivrauchen auf die Lungengesundheit erheblich verstärken und gleichzeitig einen wesentlichen Risikofaktor bei der Pathogenese Allergen-induzierter Atemwegserkrankungen darstellt. Im Bereich CF wurde die große Bedeutung von Störungen des Chloridkanals für den Lungenphänotyp erstmals nachgewiesen. Weiterhin wurde die Bedeutung eines balanzierten Mikrobioms belegt und positive Effekte der Therapie mit Orkambi auf das Mikrobiom gezeigt. Im Bereich Lungenkrebs wurde die Bedeutung der tumorbiologischen Heterogenität mit Blick auf Aggressivität und Progression des Tumors umfassend untersucht. Für die Bildgebung von Lungenkrebs wurden neuartige Tracer für Integrin alphavbeta6 und das Fibroblasten aktivierende Protein in der PET/CT entwickelt und erstmalig beim Menschen eingesetzt. Die Plattform Bildgebung hat weitere neue bildbasierte Biomarker entwickelt und in Machbarkeits- sowie klinischen Studien validiert. Weiterhin wurde die Nutzbarkeit bildbasierter Metadaten für Algorithmen der künstlichen Intelligenz auf den Weg gebracht. Damit hat das Universitätsklinikum und Universität Heidelberg entscheidend zur translationalen Forschung im TLRC/ DZL beigetragen und gute Voraussetzungen für die Fortsetzung des Forschungsprogramms in der Förderperiode 2021-23 geschaffen.

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