Locust-Tec - Einführung innovativer und umweltschonender Technologien für das Heuschrecken-Management in Kasachstan

CLIENT II-Verbundprojekt Landmanagement - Schlussbericht

dc.contributor.authorKlein, Igor
dc.contributor.authorSchwing, Thorsten
dc.contributor.authorGrüber, Timo
dc.contributor.authorOsterkamp, Jörn
dc.date.accessioned2025-09-11T11:33:25Z
dc.date.available2025-09-11T11:33:25Z
dc.date.issued2024-09
dc.description.abstractIn verschiedenen Regionen der Welt sind Heuschreckenausbrüche und -plagen schon immer eine ernste Bedrohung für die Landwirtschaft, die Ernährungssicherheit und die Umwelt gewesen. In Zentralasien, dem Kaukasus, Südeuropa und Südamerika gab es auch in den letzten Jahren zahlreiche lokale und überregionale Heuschreckenausbrüche verschiedener Heuschreckenarten, in Ostafrika gar eine Plage der Wüstenheuschrecke (2019-2021). Zunehmend heiße und längere Dürrezeiten in temperierten Klimazonen und häufigere außergewöhnliche Starkniederschläge in Wüstengebieten – bedingt auch durch den Klimawandel – begünstigen die Ausbrüche ebenso wie eine Änderung der Landnutzung in den Habitaten der Heuschrecken. Abgesehen von der direkten Bedrohung der Ernährungssicherheit durch Heuschrecken, ist deren Bekämpfung meist mit großräumigem Einsatz giftiger Chemikalien verbunden. Zur Verbesserung dieser Situation hat das deutsch-kasachische Projekt Locust-Tec in der BMBF-Fördermaßnahme CLIENT-II innovative Technologien zur Überwachung und zur Vorhersage von Heuschreckenausbrüchen in Kasachstan entwickelt und erprobt. Kasachstan, mit insgesamt drei gefährlichen Heuschreckenarten (Calliptamus italicus, Dociostaurus maroccanus, Locusta migratoria migratoria), die durchgehend beobachtet und kontrolliert werden müssen, hat zum einen jahrzehntelange Erfahrung und starke Expertise auf dem Gebiet des Heuschreckenmanagements. Zum anderen gibt es aufgrund der riesigen zu überwachenden Flächen auch viel Potential zur Einführung von neuen Technologien (z.B. im Bereich der Digitalisierung, Anwendung von Satelliten- und Geoinformationsdaten und Reduzierung der Pestizideinsätze). Mit Hilfe von Satellitendaten und Geoinformationsdaten konnten die Habitate der untersuchten Heuschreckenarten räumlich mit besserem Detailierungsgrad modelliert werden. Eine solche, auf eine bestimmte Spezies ausgerichtete Kartierung mit hoher räumlicher Auflösung, ermöglicht eine verbesserte Priorisierung und Planung beim regelmäßigen Monitoring zur präventiven Bekämpfung und Identifizierung wahrscheinlicher Ausbruchshotspots. Des Weiteren kann die entwickelte Locust-Tec Fachschale innerhalb der SUN Mobil App und SUN Mobil Web als digitaler Ersatz für aktuell im Einsatz benutzte analoge Feldprotokolle eingesetzt werden. Die Felddaten können nun digital überprüft, abgezeichnet und weitergeleitet werden, sodass eine rasche Bekämpfung betroffener Flächen rechtzeitig stattfinden kann, um die zu behandelten Flächen zu reduzieren und somit einen geringeren Einsatz von Pestiziden zu ermöglichen. Die Erkennung von Heuschreckenakkumulationen und Vegetationsschäden mit Hilfe einer Drohne waren im Süden Kasachstans möglich. Die Entwicklung und Versuche mit dem Hochspannungsgitter haben gezeigt, dass das Konzept unter Realbedingungen und damit verbundener hoher Populationsdichte der Heuschrecken nur zum Teil funktioniert. Aufgrund der sehr hohen Anzahl an Heuschrecken während der gregären Entwicklungsphasen der Nymphen (präventive Kontrolle) bzw. während einer Plage, konnten am Hochspannungsgitter getestete Materialen nicht über längere Zeit den Massen standhalten. Die entwickelten Technologien aus dem Locust-Tec Projekt können skaliert und in anderen Regionen angewendet werden. Auf diese Weise hat das Projekt und dessen Ergebnisse das Potenzial, auch einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit (SDG 2) sowie zum Schutz lokaler Ökosysteme (SDG 15) zu leisten. Darüber hinaus leistet das Projekt auch indirekt einen Beitrag zu SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ sowie zu SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ und SDG 17 „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. Ein Video gibt eine übersichtliche Zusammenfassung über das Locust-Tec Projekt (Stand Ende 2022): https://www.youtube.com/watch?v=sh1p4pq2S84&t=8sger
dc.description.versionpublishedVersion
dc.identifier.urihttps://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/22660
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.34657/21677
dc.language.isoger
dc.publisherHannover : Technische Informationsbibliothek
dc.relation.affiliationDeutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)
dc.relation.affiliationVermessungsbüro und Geo-Informationszentrum Schwing und Dr. Neureither
dc.relation.affiliationQuellwerke GmbH
dc.relation.affiliationhorizont group gmbh, Division Animal Care
dc.rights.licenseThis document may be downloaded, read, stored and printed for your own use within the limits of § 53 UrhG but it may not be distributed via the internet or passed on to external parties.eng
dc.rights.licenseEs gilt das deutsche Urheberrecht. Das Werk bzw. der Inhalt darf zum eigenen Gebrauch kostenfrei heruntergeladen, konsumiert, gespeichert oder ausgedruckt, aber nicht im Internet bereitgestellt oder an Außenstehende weitergegeben werden.ger
dc.subject.ddc500
dc.titleLocust-Tec - Einführung innovativer und umweltschonender Technologien für das Heuschrecken-Management in Kasachstanger
dc.title.alternativeLocust-Tec - Introduction of innovative and environmentally friendly technologies for locust management in Kazakhstaneng
dc.title.subtitleCLIENT II-Verbundprojekt Landmanagement - Schlussbericht
dc.typeReport
dcterms.extent69 Seiten
dtf.duration04/2018 bis 07/2023
dtf.funding.funderBMFTR
dtf.funding.program01LZ1702A
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